Zink gegen Haarausfall

Bleiben täglich immer mehr Haare in der Bürste, sind besonders Frauen echt verzweifelt. Prächtige und zugleich dichte Haare sind nicht nur für das Aussehen, sondern auch für das Selbstwertgefühl wichtig. Auch wenn es viele Mittel gibt, die Haarausfall effektiv bekämpfen können, wirken sie nur so lange, wie sie auch genommen werden – und helfen nicht bei jedem. Zunächst sollte herausgefunden werden, welche Ursache der Haarausfall hat: Liegt es an der Vererbung oder an hormonellen Störungen? Liegt es am Stress, an einer Krankheit oder falscher Ernährung? Wer Haare verliert, leidet zudem oft am Zinkmangel. Das gilt auch dann, wenn die Ursache für den Haarausfall eine andere ist. Hier erfahren Sie, warum Zink für Ihre Haare so wichtig ist und was Sie bei Zinkmangel unternehmen sollten.

Zink ist für die Haare wichtig

Zink ist ein Metall und wird vom Körper in mehr als 300 Enzymen benötigt. Ohne ausreichend Zink würden Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel nicht funktionieren, ebenso wie zahlreiche andere Körperfunktionen. Der Körper enthält etwa zwei bis vier Gramm dieses Spurenelementes, von denen sich rund 70 Prozent in den Haaren, der Haut und den Knochen befinden. Leider kann Ihr Körper das Zink nicht speichern. Daher muss es täglich über die Nahrung aufgenommen werden. Sowohl in tierischen Lebensmitteln als auch in Molkereiprodukten ist Zink enthalten. Das gleiche gilt für Vollkornprodukte. Die Haare brauchen Zink für ihr Wachstum: Kollagen und Keratin können ohne ausreichend Zink nicht gebildet werden. Fehlt das Spurenelement, können auch die Haarfollikel, in denen die Haarwurzeln stecken, nicht richtig arbeiten.

Das sind die Symptome für Zinkmangel

Ist im Körper zu wenig Zink und bekommt dieser nicht genügend mit der Nahrung, können wichtige Abläufe im Körper gestört werden. Zink ist für das Funktionieren von Hormonen, zu denen Insulin, Schilddrüsen-, Wachstums- und Sexualhormone gehören verantwortlich, aber auch für den Stoffwechsel, das Zellwachstum und das Immunsystem. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat festgestellt, dass rund die Hälfte der Menschen an Zinkmangel leiden. Das liegt daran, dass die moderne Ernährung häufig relativ zinkarm ist. Fehlt Zink, äußert sich das bei Haut und Haaren folgendermaßen:

  • Die Haut wird trocken und schuppt.
  • Wunden auf der Haut heilen nur schwer ab.
  • Ekzeme, Akne, Psoriasis oder Hautpilze können auftreten.
  • Die Fingernägel bekommen weiße Flecken und werden brüchig.
  • Die Haare werden dünn, brüchig und fallen aus.

Ein Mangel an Zink kann den Haarausfall verstärken

Zink sorgt für die Gesundheit der Kopfhaut: Hier befinden sich die Haarfollikel, aus denen die Haare wachsen. Wird Ihr Körper mit ausreichend Zink versorgt, bekommen Ihre Haarwurzeln alles, was sie für das Wachstum der Haare benötigen und die Haare können gesund wachsen. Besteht dagegen ein Mangel an Zink, können Stress, falsche Ernährung oder Krankheiten schneller zu diffusem Haarausfall führen. Ist ausreichend Zink im Körper vorhanden, schützt es die Haarwurzeln. Fehlt Zink, kann ein Angriff des körpereigenen Immunsystems auf die empfindlichen Haarwurzeln durchaus zu kreisrundem Haarausfall führen. Der androgenetische Haarausfall, der zwar erblich bedingt ist und somit schwerer verhindert werden kann, kann ebenfalls durch Zinkmangel verstärkt werden. Für diesen Haarausfall ist in erster Linie das männliche Hormon Testosteron und dessen Produkt Dihydrotestosteron (DHT) verantwortlich. Ist Ihr Körper mit ausreichend Zink versorgt, hemmt es die Umwandlung von Testosteron in DHT und schützt die Haarwurzeln.

Die Lebensweise ist entscheidend

Wenn Sie sich gesund und abwechslungsreich ernähren, decken Sie Ihren täglichen Bedarf an Zink. Dieser wird von der WHO mit zehn Milligramm täglich für Männer und sieben Milligramm täglich für Frauen angegeben. Kinder und Jugendliche im Wachstum brauchen etwas mehr Zink, das gleiche gilt für Schwangere und Stillende. Kann der Dünndarm aufgrund von Krankheiten wie Zöliakie oder Morbus Crohn den Zink nicht gut aufnehmen, kommt es zu einem Zinkmangel. Das gleiche gilt, wenn Sie sich von Fast Food und Cola ernähren. Zinkmangel im Körper wird begünstigt, wenn Sie regelmäßig Alkohol trinken, vor allem, wenn es mehr als zwölf Gramm Alkohol täglich bei Frauen oder die doppelte Menge bei Männern ist.

Das hilft gegen einen Mangel an Zink

Viele Nahrungsmittel sind reich an Zink. Zu diesen gehören Austern, Weizenkeime und Muskelfleisch. Auch in Sonnenblumen- und Kürbiskernen steckt viel Zink. Ebenso können Zinkpräparate den Mangel beheben. Allerdings sollte die genaue Dosierung mit dem Arzt oder Apotheker besprochen werden, da zu viel Zink im Körper zu Nebenwirkungen wie Eisen- oder Kupfermangel führen kann.