Medikamente gegen Haarausfall – was hilft?

Unser Kopfhaar hat direkte Auswirkungen auf unser äußeres Erscheinungsbild und hat demzufolge auch einen großen Einfluss auf unsere Attraktivität und unser Selbstbild. Fallen die Haare plötzlich vermehrt aus, stellt dies für die Betroffenen oft eine große psychische Belastung dar. Haarausfall ist ein Thema, mit dem sich viele Frauen und Männer früher oder später zwangsläufig auseinandersetzen müssen. Inzwischen gibt es eine wahre Flut an Produkten und Medikamenten gegen Haarausfall. Doch welche Mittel helfen wirklich gegen den unerwünschten Haarverlust? Um aktiv gegen Haarausfall vorgehen zu können, ist es zunächst erforderlich, sich mit den Ursachen für vermehrten Haarverlust auseinanderzusetzen. Dies bedarf der entsprechenden Fachkenntnis.

Mögliche Ursachen von Haarausfall

Aus medizinischer Sicht gibt es klare Kriterien, die darüber entscheiden, wann ein (permanenter) Haarausfall (Effluvium) vorliegt. Bis zu einem gewissen Grad ist Haarverlust Teil des natürlichen Haarwachstums, weswegen es vollkommen normal ist, gelegentlich mehr Haare als üblich zu verlieren. Verlieren Sie jedoch über einen längeren Zeitraum mehr als 100 Haare täglich, lässt sich davon ausgehen, dass Sie an vermehrten Haarausfall leiden. Die Ursachen sind hierbei vielfältig. Vermehrter Haarausfall ist eine Störung, von der Männer und Frauen gleichermaßen betroffen sind. Sie kann vorübergehend oder, durch eine dauerhafte Schädigung der Haarwurzel, permanent auftreten. Folgende Ursachen kommen für den Haarverlust infrage:

  • Anlagebedingter Haarausfall (bei Frauen: teils starke Ausdünnung des Haares mehrheitlich im Scheitelbereich)
  • Störung des Immunsystems (Tritt hauptsächlich bei Menschen vor dem 30. Lebensjahr auf und äußert sich in kreisrundem Haarausfall an bestimmten Kopfstellen.)
  • Verschiedene Hauterkrankungen (Beispiel: Pilzinfektionen)
  • Schilddrüsenfehlfunktion (Über- oder Unterfunktion)
  • Medikamenteneinnahme
  • Infektionskrankheiten
  • Strahlen- oder Chemotherapie zur Behandlung von Tumoren
  • Falsche Ernährung (beispielsweise Diäten) und Nährstoffmangel (z.B. Eisenmangel)
  • Stress

Haarausfall behandeln: der erste Schritt erfolgreicher Therapie mit Medikamenten

Haarausfall und damit einhergehende Haarlosigkeit sind ein individuelles Phänomen. Daher sollte Sie bei einem entsprechenden Verdacht der Weg zunächst zu einem Facharzt führen. Hier lassen sich die Ursachen abklären und eine passende Therapie vorbereiten. Ohne eine klare Diagnose helfen Ihnen Präparate, wenn überhaupt, nur zufällig. Zudem können Fachärzte abklären, in welchem Stadium des Haarausfalls Sie sich befinden und entsprechende Maßnahmen einleiten. Je früher dies geschieht, desto besser.

Hilfreiche Medikamente bei Haarausfall

Setzen Sie sich in jedem Fall mit einem Facharzt in Verbindung, bevor Sie ein Medikament gegen Haarausfall einnehmen. Hierbei erfahren Sie auch, welche Nebenwirkungen möglicherweise im Rahmen der Therapie auftreten können. Nach der umfassenden Diagnose durch einen Facharzt, kann-je nach Ursache- mit einer dementsprechenden medikamentösen Behandlung begonnen werden. Liegt eine Erkrankung vor, besteht der erste Schritt zunächst darin, diese zu behandeln, statt nur den Haarausfall (als daraus resultierendes Symptom) zu bekämpfen.

Im Folgenden sehen Sie, welche Medikamente bzw. speziell für Haarausfall entwickelte Mittel bei der Behandlung von Haarausfall zum Einsatz kommen:

  • Anlagebedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie) Topische Mittel wie z.B. Minoxidil als Schaum oder Lösung sowie Priorin Kapseln, die eine Kombination aus Hirseextrakt, Vitamin B5 (Pantothensäure) und L-Cystin beinhalten
  • Kreisrunder Haarausfall: Kortison in verschiedenen Anwendungsformen wie als Spritze in die betroffene Hautpartie. Für starken kreisrunden Haarausfall existieren beispielsweise Präparate in Tablettenform
  • Durch Medikamente herbeigeführter Haarausfall: Sind Medikamente selbst die Ursache für den Haarausfall, kann der jeweilige Facharzt gegebenenfalls eine andere Dosierung oder medikamentöse Einstellung vornehmen. Auch alternative Präparate sind möglich. Setzen Sie Medikamente nicht eigenmächtig ab
  • Haarausfall aufgrund einer Schilddrüsenfehlfunktion: Bei einer Schilddrüsenerkrankung können entsprechende Medikamente gegen Über- oder Unterfunktion helfen. In diesem Fall nehmen Sie bestimmte Schilddrüsenhormone in Tablettenform ein
  • Diffuser Haarausfall (lichter werdendes Haar): Spezielle Mittel wie z.B. Priorin Liquid versorgen die strapazierten Haarwurzeln mit wichtigen Inhaltsstoffen und verhelfen Ihnen so nach wenigen Wochen zu vollerem Haar
  • Ernährungsbedingter Haarausfall (Nährstoffmangel): Präparate mit B-Vitamin Biotin, Zink oder Eisen können als Nahrungsergänzungsmittel zusätzlich eingenommen werden

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