Die richtige Ernährung bei Haarausfall

Viele Menschen, sowohl Männer als auch Frauen, leiden an Haarausfall und den damit verbundenen kosmetischen Veränderungen. Doch Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall: Während sich der kreisrunde und der erblich bedingte Haarausfall durch die typischen kahlen Stellen auf dem Kopf auszeichnen, fallen die Haare beim so genannten diffusen Haarausfall (Alopezie) relativ gleichmäßig, also über den ganzen Kopf verteilt, aus. Die Ursachen für das dünner werdende oder gar ausfallende Haar sind dabei vielfältig.  So kann beispielsweise auch ein Vitamin-, Nährstoff- oder Mineralienmangel zu nicht-krankheitsbedingtem, diffusem Haarausfall führen.

Diffuser (nicht-krankheitsbedingter) Haarausfall als Folge von Fehlernährung

Wie für alle Wachstumsprozesse im menschlichen Körper, werden auch für das Haarwachstum, das in den Haarwurzeln stattfindet, Nährstoffe benötigt. Aus diesem Grund ist eine ausgewogene Ernährung für ein gesundes und volles Haarwachstum unabdingbar. Ein Mangel an Nährstoffen kann daher diffusen Haarausfall begünstigen. Zu einer solchen Fehlernährung kommt es beispielsweise dann, wenn Sie sich über einen längeren Zeitraum sehr einseitig ernähren oder Ihren Körper regelmäßig radikalen Diäten oder gar Hungerkuren aussetzen. Auch Stress kann die Ursache für eine unausgewogenen oder unzureichenden Ernährungsweise sein. In einigen Fällen ist ein Mangel an wichtigen Mineralstoffen (wie z.B. Eisen und Zink) die Folge, was sich ebenfalls auf das Wachstum sowie die Pigmentierung und die Struktur der Haare auswirkt.

Diese Nährstoffe fördern das Haarwachstum

Keine Angst: Auch wenn Sie immer wieder ein paar Haare in der Haarbürste finden, ist das noch lange kein Grund zur Beunruhigung. Erst wenn das innere Gleichgewicht z. B. durch einen Nährstoffmangel nachhaltig gestört ist und Sie infolgedessen deutlich mehr Haare als üblich verlieren, kann von übermäßigen Haarausfall die Rede sein. Als normal gilt ein Haarausfall von bis zu 100 Haaren pro Tag.  Unser Haarwachstumszyklus besteht aus drei Phasen, innerhalb derer die Haare kontinuierlich nachwachsen und mit der Zeit wieder ausfallen. Nach einer ca. 2-7-jährigen Wachstumsphase folgt eine Übergangsphase von ca. 3 Wochen, in der das Haar nicht mehr mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird und somit das Wachstum einstellt. Während einer anschließenden Ruhephase von ungefähr 3 Monaten, fällt das Haar letztendlich aus und der Zyklus beginnt von neuem. Indem Sie folgende Vitamine und Nahrungsmittel regelmäßig zu sich nehmen, können Sie Ihr Haarwachstum unterstützen und so mit der richtigen Ernährung Haarausfall reduzieren.

Richtige Ernährung bei Haarausfall
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Vitamin H gegen Haarausfall

Eines der für das Haarwachstum verantwortlichen Vitamine  ist Vitamin H, auch Biotin genannt. Ein Biotin-Mangel führt häufig zu Haarausfall, wohingegen eine gezielte Zufuhr dieses Vitamins für eine gesunde Haarstruktur sorgen kann und Ihrem Haar zusätzlich Glanz verleiht. Zu den Biotin-haltigen Lebensmitteln zählen beispielsweise:

  • Nudeln und Brot aus Vollkorn
  • Haferflocken und Weizenkeime
  • Naturreis
  • Hefe
  • Erdnüsse
  • Sojabohnen
  • Champignons
  • Milch und Milchprodukte
  • Eigelb
  • Innereien wie Niere und Leber

Obwohl Biotin eine wichtige Rolle für das Haarwachstum spielt, ist die alleinige Zufuhr von Biotin (über die Nahrung oder über Nahrungsergänzungsmittel) in vielen Fällen von Haarausfall nicht ausreichend, um Haarausfall effektiv entgegen zu wirken. Daher enthalten wirkungsvolle Mittel gegen Haarausfall häufig noch weitere Vitamine und Nährstoffe wie z.B. das wertvolle Vitamin B5.

B-Vitamine- Bausteine für eine gesunde Kopfhaut

Neben Vitamin H sind auch die Vitamine der B-Gruppe (Vitamin B3, B6 und Vitamin B5) für die Gesundheit Ihrer Haare von enormer Bedeutung. Da Haarausfall häufig dadurch bedingt wird, dass die Haarwurzeln sozusagen „ihre Arbeit einstellen“ und die B-Vitamine am Stoffwechsel und der Regelung von Zellen beteiligt sind, ist ein vermehrter Konsum folgender Lebensmittel empfehlenswert, um die Kopfhaut gesund zu halten und diffusem Haarausfall vorzubeugen:

  • Nüsse
  • Hülsenfrüchte
  • Eigelb
  • Weizenkeime
  • Muskelfleisch
  • Hefe

Aber auch Hirse eignet sich hervorragend, um sich mit B-Vitaminen zu versorgen. Wegen der Vielfalt der Inhaltsstoffe wird Hirseextrakt auch in einigen Haarausfallpräparaten genutzt.

Vitamin A und auch der Wirkstoffkomplex Baicapil kann das Haarwachstum vorantreiben

Ein Zuviel oder Zuwenig an Vitamin A kann das Haarwachstum beinträchtigen und Haarausfall begünstigen. Vitamin A finden Sie in:

  • Karotten
  • Brokkoli
  • Spinat
  • Butter
  • Fettem Käse
  • Leber

Bedenken Sie jedoch, dass der menschliche Körper das im Gemüse enthaltene Vitamin A in Kombination mit Fett besonders gut aufnehmen kann. Verfeinern Sie deshalb Ihre Karottensuppe mit einem Schuss Öl oder genießen Sie Ihren Spinat mit einem Esslöffel geschmolzener Butter, sodass Ihr Körper in der Lage ist, das wertvolle Vitamin besser aufzunehmen. Eine weitere Möglichkeit, das natürliche Haarwachstum zu unterstützen bieten z. B. auch besondere Wirkstoffe wie Baicapil. Hierbei handelt es sich um eine Mischung verschiedener Pflanzen wovon eine bereits seit Jahrhunderten aus der traditionellen chinesischen Medizin bekannt ist. Dieser Inhaltstoffkomplex wird heutzutage in kosmetischen Mitteln bei Haarausfall (z. B. im Priorin Liquid) eingesetzt.

Wichtige Spurenelemente und Mineralstoffe für gesundes Haar

Um gesund zu bleiben, ist Ihr Haar ebenfalls auf bestimmte Mineralstoffe angewiesen. Hierzu zählen vor allem die beiden Spurenelemente Eisen und Zink. Eine Eisen- und Zink-haltige Ernährung ist daher essentiell, wenn Sie übermäßigem Haarausfall entgegenwirken möchten.

Haarausfall durch Eisenmangel

Eisen gehört zu den Nährstoffen, die maßgeblich für die Energie- und Sauerstoffversorgung der Zellen zuständig sind, weswegen die Folgen eines Eisenmangels nicht unterschätzt werden sollten. So kann ein Mangel an Eisen, wie er häufig im Rahmen einer vegetarischen oder veganen Ernährung auftritt, sofern die fehlende Menge nicht gezielt zugeführt oder ersetzt wird, auch das Haar negativ beeinflussen. Auch schwangere Frauen sind häufig von Eisenmangel betroffen. Eisenhaltige Lebensmittel wie Fisch und Fleisch – vor allem Innereien und Leber sollten, sofern keine Schwangerschaft vorliegt, in Ihrem Ernährungsplan nicht fehlen.  Idealerweise würzen Sie Fisch und Fleisch stets mit ein paar Spritzern Zitronensaft. Das hierin enthaltene Vitamin C erleichtert Ihrem Organismus die Aufnahme des wichtigen Spurenelements, während Kaffee, Tee oder Milchprodukte die Eisenaufnahme eher vermindern.

Kupfer für kräftiges Haar

Ist Ihr Haar dünn und brüchig, kann dies auf eine Haarbildungsstörung, wie Sie oft durch einen Kupfermangel verursacht wird, hindeuten. Kupfer ist in den folgenden Lebensmitteln enthalten:

  • Nüsse
  • Hülsenfrüchte
  • Leber
  • Trockenobst
  • Sonnenblumenkerne
  • Vollkornprodukte
  • Haferflocken

Die Aufnahme von Kupfer wird beispielsweise durch einen eiweißarmen Ernährungsstil oder ein Zuviel an Calcium oder Zink herabgesetzt. Dennoch sollte auch Zink Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein. Bei einem Verdacht sollten Sie ihren Kupferwert beim Arzt bestimmen lassen.

Denn Stoffwechsel durch Zink anregen

Ihr Körper benötigt Zink, um z. B. Entzündungen zu hemmen und die Stoffwechselprozesse in den Zellen in Gang zu halten. Gerade stoffwechselaktive Zellen, worunter auch die Haarwurzel fällt, sind daher auf eine ausreichende Zinkzufuhr angewiesen. Zink ist vor allem in eiweißhaltigen Lebensmitteln wie Milch und Milchprodukten, Fisch, Eiern, Rindfleisch, Hülsenfrüchten, Kartoffeln und Getreide zu finden.

Aber auch bei einem Ausgleich ihrer Nährstoffe können weiterhin bestimmte Arten von Haarausfall auftreten bzw. bestehen bleiben. Dann kann die Einnahme von auf natürlichen Mikronährstoffen basierenden Präparaten (Wie beispielsweise Priorin Kapseln) Abhilfe verschaffen, um erblich bedingten Haarausfall zu reduzieren. Darüber hinaus pflegen kosmetische Haarausfallmittel wie Priorin Liquid die Kopfhaut und versorgen das von nicht-krankheitsbedingtem Haarausfall betroffene Haar mit Feuchtigkeit.

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