Es spricht viel für die Hirse, wenn davon die Rede ist, dass sie gegen Haarausfall wirkt. Ihre Inhaltsstoffe für sich gesehen zeigen sich wissenschaftlich erwiesen als hilfreich. Sie gilt als eines der mineralstoffreichsten Getreide. In der Küche zubereitet wird Braunhirse zunehmend geschätzt. Noch intensiver erfährt man ihre wertvollen Inhaltsstoffe, wenn sie in Form eines Extraktes eingenommen werden.

Hirse – mehr als ein Sattmacher

Hirse ist seit mehr als 8000 Jahren als Lebensmittel bekannt. In den Armutsgebieten der Welt bewahrte und bewahrt sie die Bevölkerung nicht nur vorm Verhungern, sondern auch vor Mangelerscheinungen. Dies ist ihrem hohen Nährstoffgehalt zuzuschreiben. Hirse, die als Spelzgetreide zu den Süßgräsern zählt, weist eine Vielzahl essentieller Spurenelemente und Mineralien auf. Vor allem Fluor, Kalium, Magnesium, Phosphor und Schwefel sind in ihr enthalten. Auch ihr Gehalt an Eisen, Vitamin B6 und Silizium (Kieselsäure) ist weitaus höher als der anderer Getreidesorten. Besonders erwähnenswert ist der Mineralstoffgehalt in der braunen Hirse. Sie ist im Gegensatz zu Goldhirse ungeschält im Handel erhältlich und enthält deshalb einen noch höheren Anteil der wichtigen Nährstoffe.

Hirse gegen Haarausfall – Vollwertig kochen

Bereits als Bestandteil der täglichen Ernährung kann Hirse viel für einen gesunden Haarwuchs tun. Es lohnt sich also, in Bioläden, der Spezialabteilung des Supermarktes oder im Reformhaus nach Hirseprodukten zu schauen. Damit Hirse keine Schadstoffe enthält, sollten Sie beim Kauf auf Produkte achten, die aus kontrolliert biologischem Anbau – mit Zertifikat – stammen. Sie haben die Wahl zwischen ganzen Körnern, Hirseschrot, Hirseflocken und Hirsemehl. Zubereiten können Sie Hirse für sich in Bratlingen, als Brei, in Aufläufen, Suppen oder in der Mischung mit anderem Mehl oder Schrot köstliches Brot backen. Mit einem Löffel fein gemahlener Hirse im morgendlichen Smoothie starten Sie gesund in den Tag und beugen Haarausfall vor.

Hirseextrakt – Gezielt gegen Haarausfall

Gebündelt wirksam werden die wertvollen Inhaltsstoffe der Hirse als Extrakt. In speziellen, schonenden Verfahren werden die fett- und wasserlöslichen Bestandteile der Hirse aus den kleinen Samenkörnern gewonnen. In Kapselform ist dieser Braunhirseextrakt als Nahrungsergänzung in Apotheken, Reformhäusern und anderen Fachgeschäften zu kaufen. Teils wird der Hirseextrakt mit ergänzenden Wirkstoffen angereichert, die untereinander zu einer verbesserten Aufnahmefähigkeit beitragen. Kapseln mit Hirseextrakt eignen sich besonders für eine Anwendung als länger angelegte Kur. Da Haare einerseits einem Zyklus unterliegen, der bis zu 12 Wochen dauert, und es andererseits auch dauert, bis der Mineralstoffhaushalt ausgeglichen ist, sollte hier nicht auf schnelle Erfolge gesetzt werden. Eine Wirksamkeit gegen Haarausfall kann sich erst nach mehreren Wochen oder gar Monaten zeigen.

Forschung bestätigt: Hirse wirkt gegen Haarausfall

Noch ist Hirse nicht als pflanzliches Arzneimittel zugelassen. Labornachweise und Studien belegen jedoch nicht nur die Wirksamkeit der einzelnen Inhaltsstoffe. Auch Hirseextrakt an sich zeigt Erfolge gegen Haarausfall und spärlichen Haarwuchs. Nicht zuletzt erzählen Erfahrungsberichte aus der Praxis, dass nicht nur Bindegewebe und Nägel, sondern auch die Haare vom Konsum der Hirse oder der Einnahme von Hirseextrakt profitieren.

Klinische Studien: Hirse gegen Haarausfall

Kleinere Studien belegen, dass vor allem Kombinationspräparate von Hirseextrakt mit Vitaminen Erfolge verzeichnen. Die wertvollen Inhaltsstoffe der Hirse werden mit Niacin, Biotin und Pantothensäure ergänzt. Zusätzliche Aminosäuren in den Präparaten lassen bessere Ergebnisse erwarten. Eine Kombination mit Weizenkeimölen erwies sich ebenfalls als sinnvoll, um Haarausfall entgegen zu wirken. Vor allem bei diffusem Haarausfall zeigte sich in vielen Fällen eine Wirkung nach frühestens zwei bis drei Monaten.

Wissenschaftliche Studien der Hautklinik

Der Hautklinik Karlsruhe gelang der Nachweis, dass Hirseextrakt in Kombination mit L-Cystein und Pantothensäure die Anzahl der Haare in der Wachstumsphase ansteigen lässt. Untersucht wurden Patientinnen mit androgenetischer Alopezie. Als positiver Nebeneffekt stellte sich zudem ein dichteres Wachstum ein, die einzelnen Haare wuchsen dichter.

 

 

Quellen:

https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/haut-krankheiten/article/807227/vitaminen-hirse-neuer-haarpracht.html
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-252007/wenn-die-haare-ausfallen/
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2015/daz-22-2015/ein-haariges-problem