Bockshornklee bei Haarausfall – wirksam?

Bockshornklee
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Tritt vermehrt Haarausfall auf, kann das viele Ursachen haben und ist für Männer wie Frauen gleichermaßen belastend. Schließlich gilt eine glänzende, volle Haarpracht als Ausdruck von Jugend und Gesundheit. Werden die Haare jedoch dünner und weniger, verbinden das viele Menschen mit Krankheit und Alter. Kommt es zu Haarausfall, mindert das oft die Lebensqualität: Die Betroffenen finden sich weniger attraktiv und können unter einem geringeren Selbstwertgefühl leiden. Mit der Heilpflanze Bockshornklee lässt sich dagegen der Haarausfall stoppen oder wenigstens mildern. Hier erfahren Sie, wie und warum Bockshornklee so wirksam gegen Haarausfall ist.

Bockshornklee – ein bereits lange genutztes Kraut

Seit Jahrhunderten schätzen ihn die Menschen aus dem Mittelmeerraum, in Indien, China und im Nahen Osten. Hier ist Trigonella foenum-graecum, wie der Bockshornklee botanisch genannt wird, eine beliebte Heilpflanze. Die Samen werden auch als Gewürz verwendet. Seit der Antike wird der Bockshornklee als Heilmittel gegen Hautkrankheiten, Menstruationsbeschwerden und Haarausfall angebaut und genutzt. In der Küche werden die jungen Blätter zu Gemüse, die Samen als Gewürze verwendet. Er verleiht türkischen Würzpasten, aber auch indischen Currys und Schweizer Käse sein typisches Aroma.

In den Samen stecken die wertvollen Stoffe

Bereits im Altertum nutzten die Menschen die Samen des Bockshornklees gegen dünner werdendes Haar und bei Haarausfall. In den Samen stecken nicht nur Ballast- und Schleimstoffe, sondern auch Bitterstoffe und Eiweiße. Einige der im Bockshornkleesamen befindlichen Stoffe fördern das Wachstum der Haare: Dazu gehören essentielle Aminosäuren, wie beispielsweise Lysin, aber auch Vitamin E und Vitaminvorstufe Beta-Carotin, unterschiedliche Enzyme, Flavonoide, Saponine, Trigonellin und Cholin. All diese Schleimstoffe, Flavonoide, ätherischen Öle, Sterol, Vitamine, Mineralstoffe und anderen Inhaltsstoffe versorgen die Haarwurzeln und fördern auf diese Weise eine gesunde Struktur der Haare, so dass sie gesund wachsen können.

Bockshornkleesamen wirkt gegen Haarausfall

Während die Äbtissin Hildegard von Bingen den Bockshornkleesamen als Heilmittel bei Hautkrankheiten und Fieber einsetzte, sah Pfarrer Sebastian Kneipp in ihr ein hervorragendes Heilmittel zur Behandlung von Geschwüren und nutzte die Samen bei der Behandlung von Ekzemen und Hautkrankheiten. In der Antike nutzten die Menschen den Bockshornkleesamen als Tee oder zur Spülung: Das Haar wurde damit glatt und weich und bekam einen seidigen Glanz. Seit Jahrtausenden wird also der Bockshornkleesamen als natürliches Mittel erfolgreich gegen Haarausfall eingesetzt. Eine neuere Studie, die das proDERM Institut aus Hamburg gemeinsam mit der Universität Hohenheim durchführte, zeigte ebenfalls die positive Wirkung des Bockshornkleesamens.

So lässt sich der Bockshornkleesamen innerlich anwenden

Bockshornkleesamen gibt es als gemahlene Präparate, die in Kapseln verkauft und eingenommen werden können. Selbstverständlich können die Samen auch als Gewürz die täglichen Gerichte bereichern. Außerdem gibt es Bockshornklee als Tee. Mit heißem Wasser übergossen, entsteht daraus ein schmackhaftes Getränk. Sind die Samen gemahlen, können sie in einzelnen Speisen wie Jogurt verrührt und auf diese Weise genossen werden. Grundsätzlich gilt: Soll der Bockshornkleesamen wirken, muss er über einige Zeit hinweg regelmäßig eingenommen werden. Die Präparate in Kapselform sind gegenüber Tee und Gewürz deutlich leichter dosierbar. Trotzdem müssen Sie sich in Geduld üben: Bis Sie sehen können, wie die ersten neuen Haare wachsen, dauert es Wochen, bis hin zu Monaten.

Das Bockshornkleepulver äußerlich anwenden

Dabei kann der Bockshornklee nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich angewendet werden. Das Pulver aus dem Samen wird dafür mit Wasser angerührt, so dass eine dicke Paste entsteht. Diese wird auf der Kopfhaut verteilt und einmassiert. Erst nach einer guten halben Stunde wird diese Packung wieder ausgewaschen. Wenn Sie eine solche Paste gelegentlich auf Ihre Kopfhaut und in die Haare einmassieren, glänzen die Haare anschließend. Gleichzeitig beugt eine solche Behandlung Spliss vor. Die Bockshornkleesamen versorgen die Kopfhaut und damit die Haarwurzeln mit Vitaminen, Eisen, Proteinen und vielen anderen Vitalstoffen, die sich positiv auf das Haarwachstum auswirken. Der Aufguss aus Bockshornkleesamen kann nicht nur als Tee getrunken, sondern auch als Spülung verwendet werden. Auf diese Weise können viele Beschwerden der Kopfhaut, zu denen Schuppen, trockene Kopfhaut bis hin zur seborrhoischen Dermatitis, einer Entzündung der Kopfhaut, behandelt werden.

Bockshornkleesamen wirkungsvoll bei Haarausfall

Das, was bereits die Menschen im Altertum wussten, wurde durch Forschungen bestätigt: Bockshornklee hilft gegen Haarausfall. Wenn Sie mit diesem natürlichen Heilmittel Ihren Haarausfall vermindern oder stoppen wollen, brauchen Sie jedoch Geduld. Zusätzlich sollten Sie auch auf andere Faktoren achten, die andernfalls einen Haarausfall verstärken können. Das gilt sowohl für die Ernährung, aber auch für übermäßigen Stress. Beides kann sich negativ auf die Gesundheit der Haare auswirken und Haarausfall verstärken.

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