Aminosäuren bei Haarausfall – Hilfe direkt aus der Natur

Egal, ob Mann oder Frau – Haarausfall kann prinzipiell jeden treffen, ist aber noch lange kein Grund zum Verzweifeln. Denn glücklicherweise gibt es heutzutage diverse Mittel und Möglichkeiten, übermäßigen Haarausfall einzudämmen und das Haarwachstum positiv zu beeinflussen. Meist kommen dabei spezielle, (pflanzliche) Haarausfall-Präparate zum Einsatz. Doch häufig lohnt es sich auch, das Augenmerk auf bestimmte Vitamine und Nährstoffe zu lenken.

Aminosäuren – Lebensnotwendige Bausteine der Natur

Bei den so genannten Aminosäuren handelt es sich um die kleinen Bausteine, aus denen sich sämtliche Proteine zusammensetzen, wobei nur 20 Aminosäuren tatsächlich in Eiweißen nachgewiesen werden können. Darüber hinaus existieren ungefähr 250 weitere Aminosäuren, die sich jedoch ausschließlich im Organismus nachweisen lassen. Allen Aminosäuren ist dabei gemein, dass Sie an einem Großteil der Prozesse und Funktionen im menschlichen Körper beteiligt sind. Aus diesem Grund kann ein Mangel an essentiellen Aminosäuren Müdigkeit hervorrufen, das Immunsystem schwächen – oder auch Haarausfall begünstigen. Derartige Mangelerscheinungen werden unter anderem durch externe Faktoren, wie z.B. Stress oder eine falsche Ernährungsweise, ausgelöst.

Wissenswertes über die Zusammensetzung der Haare

Im Großen und Ganzen besteht das menschliche Haar aus mehreren Zellschichten: Die so genannten Markzellen (Medulla) werden von einer Art Faserschicht, der Cortex, umgeben, die den Hauptbestandteil des Haares bildet und wiederum durch eine mehrlagige Schuppenschicht (die Cuticula) geschützt wird. Entscheidender als der grobe Aufbau des Haares ist allerdings seine chemische Zusammensetzung aus

  • Kohlenstoff
  • Sauerstoff
  • Stickstoff
  • Wasserstoff
  • und Schwefel,

wobei Stickstoff und Schwefel in relativ großen Mengen vorhanden sind.

Da die beiden Stoffe weder in Kohlenhydraten noch in Fetten vorkommen kann die Versorgung unseres Körpers mit den ausreichenden Mengen an Schwefel und Stickstoff nur über die Aminosäuren – wie z.B. das schwefelhaltige Methionin und Cystein – erfolgen.

Die Top 4 Aminosäuren bei Haarausfall

Selbstverständlich sind von den mehr als 270 verschiedenen Aminosäuren lediglich einige wenige speziell für das Haarwachstum zuständig. So konnten Wissenschaftler bis dato genau 4 Aminosäuren identifizieren, die sich bei der Bekämpfung von Haarausfall als nützlich erweisen. Auch bei der täglichen Haarpflege können diese Aminosäuren zum Einsatz kommen, da sie die Robustheit und Spannkraft der körpereigenen Haare nachweislich beeinflussen. Hierzu gehören:

  1. L-Cystein
  2. L-Methionin
  3. L-Lysin
  4. L- Ariginin

L-Cystein

L-Cystein  ist ein zentraler Bestandteil des so genannten Keratins, dem Hauptprotein von Nägeln, Haut und Haaren. Gleichzeitig bildet es zusammen mit den Aminosäuren L-Glycin und Glutamin ein Antioxidans, das die Haarwurzeln vor oxidativem Stress schützt.

L-Methionin

Das so genannte L-Methionin gehört zu den schwefelhaltigen Aminosäuren und ist wesentlich am Aufbau der Haarstrukturen beteiligt. Studien haben außerdem gezeigt, dass ein Mangel an L-Methionin sogar zu einer deutlichen Minderung der Haarbildung führen kann.

L-Lysin

Die Aminosäure L-Lysin fördert die Kollagensynthese, den natürlichen „Reparaturmechanismus“ der Haare. Auch für die Funktionalität der Haare ist L-Lysin von großer Bedeutung.

Besser Nährstoffversorgung durch L-Arginin

Die Aminosäure L-Arginin verbessert die Durchblutung des feinen Hautgewebes, wodurch die Haarwurzeln besser mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt werden können.

Fazit: Aminosäuren – wichtiger Faktor im Kampf gegen Haarausfall

Die zuvor beschriebenen Zusammenhänge machen deutlich, wie wichtig Aminosäuren für ein gesundes Haarwachstum sind. Somit kommt ihnen auch bei Haarausfall eine entscheidende Bedeutung zu: Eine gezielte Zufuhr von Aminosäuren stellt daher eine gute und sinnvolle Ergänzung zur Haarausfall-Therapie dar.

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