Keratin & Haarausfall | Warum Keratin wichtig fürs Haar ist

Kraftvolles Haar, das gesund glänzt und sich gut anfühlt ist ein Wunsch, den sich jeder Mensch erfüllen möchte. Der natürliche Kopfschmuck nimmt einen maßgeblichen Einfluss auf die Ästhetik, auf das Wohlbefinden und auf die Selbstsicherheit in Gesellschaft. Haare bestehen zum größten Teil aus Proteinen, explizit aus Keratin. Bei Haarausfall, sowie bei Haarbruch und Strukturschäden liegt nicht selten ein Mangel des Eiweißbausteins zugrunde. In diesem Artikel erfahren Sie, wie wichtig Keratin ist, wie es sich bildet und was Sie dazu beitragen können, um Ihrem Haar die notwendigen Proteine zuzuführen.

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Was ist Keratin?

Bei Keratinen handelt es sich um die Grundbausteine aller Haare. Es sind Proteine, also Eiweißverbindungen, die alle anderen Haarbestandteile miteinander verbinden. Veranschaulicht könnte man von feinsten Fasern sprechen, die in der Gesamtheit die Faserschicht des Haares ausmachen. Wie wichtig der Baustein für den Haarwuchs ist, zeigt sich allein in der Tatsache, dass jedes einzelne Ihrer Haare zu 90 Prozent aus Keratin besteht. Herrscht eine Mangelerscheinung vor, verliert das Haar an Stärke und Struktur. Fehlendes Keratin ist bei Haarausfall und Spliss, sowie bei glanzlosem Haar oftmals ein essenzieller Grund. Das Protein fördert die Zellbildung und entscheidet darüber, ob die Haarstruktur geschmeidig oder aufgeraut ist. Die schwefelhaltige Proteinverbindung besteht aus den beiden Aminosäuren Cystein und Cystin, die beide für die Bildung von Keratin verantwortlich sind.

Wie Keratin gebildet wird

Keratin wird vom Körper selbst gebildet und findet sich in den Haaren, in den Nägeln und in der Haut. Das Protein kann nicht direkt über die Nahrung zugeführt werden, sondern bildet sich aus körpereigenen Aminosäuren. Die Synthese setzt voraus, dass eine gezielte und ausreichende Proteinzufuhr die Bildung der Keranozyten fördert und einem Mangel entgegenwirkt. Bei Keratinen handelt es sich um ursprünglich farblose Moleküle, die erst durch Melanin und verschiedene Prozesse der Oxidation eine Haarfarbe bilden. Kräftige, dichte Haare weisen unabhängig von der Haarfarbe auf eine gute Bildung von Keratin hin. Bei dünnen, ungesund aussehenden Haaren kann ein Mangel des Proteins vorherrschen. Graue Haare bilden sich in dem Moment, in dem zwischen den Keratin-Molekülen Luftblasen eingeschlossen und Melanin-Pigmente abgebaut werden.

Keratin ist ein Umwandlungsprodukt zweier schwefelhaltiger Aminosäuren, das durch die körpereigene Synthese gebildet wird. Um diesen Vorgang zu ermöglichen, ist eine externe Zufuhr der Aminosäuren nötig. Hierfür spielt die ausgewogene Ernährung mit pflanzlichen und tierischen Proteinen eine gleichermaßen wichtige Rolle. Ein Mangel an Keratin setzt immer eine vorangehende Mangelerscheinungen der wichtigen Aminosäuren voraus und kann mit Blutarmut, sowie mit anderen Vitalstoffmängeln einhergehen. Auch Biotin ist an der Bildung von Keratinen beteiligt und wird über die Nahrung aufgenommen.

Besteht zwischen Keratin & Haarausfall ein Zusammenhang?

Fehlt Ihrem Körper Keratin, ist Haarausfall durchaus eine mögliche Folge. Ehe es allerdings zu Haarschwund kommt, macht sich der Mangel in einer Schwächung und Strukturveränderung der Haare bemerkbar. Glanzlose, spröde und rau aussehende Haare sind ein Zeichen der Unterversorgung mit diesem Protein. Da Keratin nicht nur in den Haarlängen, sondern auch in der Haarwurzel wichtige Aufgaben erfüllt, kommt es bei längerer oder starker Unterversorgung zu Haarschwund. Für die Bildung von Keratin wird Schwefel benötigt. Fehlt er, wird die Kollagenbildung eingedämmt und sowohl das Haar, wie auch die Nägel weisen deutliche Anzeichen einer Unterversorgung auf. Neben Cystein und Cystin ist auch die schwefelhaltige Aminosäure L-Methionin ein Grundbaustein in der Haarbildung.

Wenn Ihr Haar unkontrolliert ausfällt und bereits im Vorfeld sichtbare Zeichen einer Wuchsstörung aufwies, kann das darauf beruhen, dass Ihrem Körper ein wichtiger Eiweißbaustein – Keratin – fehlt. Fehlendes Keratin ist für Haarausfall verantwortlich. Mit diesem Wissen kann ein Stopp des Haarverlusts erzeugt werden, in dem Sie die körpereigene Bildung des Proteins anregen und sich entsprechend ernähren. Die Aminosäuren sind in Milchprodukten, sowie in Hülsenfrüchten enthalten.

Die Auswirkungen von Keratin-Mangel auf den Haarwuchs

Beim Mangel an Keratin können Haarausfall, Haarwachstumsstörungen, Haarbruch, sowie Schäden an den Nägeln auftreten. Mit einem Anteil von 90 Prozent ist das Protein der wichtigste Baustein Ihrer Haare und praktisch die Eiweißverbindung, durch die Ihre Haarstruktur aufgebaut und zusammengehalten wird. Schon ein kleiner Mangel beeinträchtigt die Haarqualität nachhaltig und führt zu einer rauen Oberfläche, zu Strukturschäden und zu einer Verlangsamung der Wuchsgeschwindigkeit. Je stärker die Mangelerscheinung ist, umso umfassender wird der Haarwuchs beeinträchtigt. Eine stark ausgeprägte Mangelerscheinung an Keratin erzeugt Haarausfall und Nagelbruch. Die Problematik entsteht in den Haarwurzeln, die sich nicht vollständig ausbilden und die bereits in der Entwicklung geschwächt werden. Fallen sie nicht sofort und ohne eine Haarbildung aus, haben sie dennoch nicht die Energie, die für einen kräftigen Haarwuchs und die durchschnittliche Wuchsgeschwindigkeit nötig wäre.

Sind gezielte Haarschwundbehandlungen mit Keratin wirksam?

Ob die Behandlung mit Keratin gegen Haarausfall hilft, hängt davon ab, ob der Haarschwund durch einen Mangel der Eiweißverbindung begünstigt wird. Um die Ursache herauszufinden und effektiv zu behandeln, ist ein Bluttest beim Arzt angeraten. Die Mangelerscheinung ist ebenso wie ein Mangel an Biotin, das für die Bildung von Keratinen und damit für den Haarwuchs wichtig ist, im Blutbild ersichtlich. Bei nachgewiesenem Mangel kann die Behandlung durch Nahrungsergänzung, sowie durch Pflegeprodukte mit Keratin erfolgen. Der wichtigste Punkt ist eine Umstellung der Ernährung. Um perspektivisch vorzubeugen und bereits geschwächte, keratinarme Haare zu stärken, braucht der Körper die grundlegenden Aminosäuren für die körpereigene Synthese. Sie sollten wissen, dass Sie kein reines Keratin aufnehmen und das Defizit ausgleichen können. Die Behandlung von Haarschwund beruht daher auf einer Mängelbeseitigung der Proteine, die Ihr Körper in Keratin umwandelt. Die Wirksamkeit beruht auf dem Einzelfall und auf der Diagnose, die Ihnen einen Mangel der Eiweißverbindungen bescheinigt.

 


Quellen:

https://www.diagnostisches-centrum.de/haarausfall/1417-ernaehrungsmedizinische-aspekte-bei-haarausfall.html
https://goodhealthforme.com/diese-vitamine-staerken-deine-haare-von-innen/