Juckende Kopfhaut bei Haarausfall – mögliche Ursachen und Abhilfe

Eine juckende Kopfhaut bei Haarausfall ist für Betroffene in der Regel sehr unangenehm. Die Ursachen für den Juckreiz und damit verbundenen Haarausfall können dabei vielfältig sein. Verschiedene Hausmittel können den Juckreiz kurzfristig lindern. Sollte der Juckreiz jedoch länger bestehen bleiben, ist ein es ratsam, die Ursache von einem Hautarzt abklären zu lassen.

Häufige, aber harmlose Ursachen für Kopfhautjucken

Oftmals ist eine chronische Reizung der Kopfhaut durch bestimmte Inhaltsstoffe von Shampoos, Haargel oder Haarfarben ursächlich für eine juckende Kopfhaut. Der Juckreiz geht dann meist mit der Bildung von Schuppen, bedingt durch eine zu trockene Kopfhaut, einher. Aber auch zu heißes Föhnen der Haare, gestaute Wärme unter Mützen und Helmen, oder ein zu straff geflochtener Zopf, bei dem die Haare übermäßig an der Kopfhaut ziehen, Rauchen, eine ungesunde Ernährung oder die Einnahme von Medikamenten können für eine juckende Kopfhaut bei Haarausfall verantwortlich sein. Nicht zuletzt ist Stress in Beruf und Familie häufig die Ursache von Kopfhautjucken.

Juckende Kopfhaut bei Haarausfall
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Ernstere Ursachen für juckende Kopfhaut bei Haarausfall

Neben den meist harmlosen und leicht zu behebenden Ursachen juckender Kopfhaut, können auch ernsthafte Ursachen Juckreiz und Haarausfall auslösen. Möglich sind Infektionen mit Bakterien, einem Hautpilz (Dermatomykose) oder eine Schuppenflechte. Und selbst der Befall der Kopfhaut mit Läusen, Milben oder Flöhen, die den Juckreiz durch Stiche und Bisse hervorrufen können, ist nicht selten. Verschiedene Erkrankungen wie die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Störungen der Schilddrüsenfunktion, Nierenerkrankungen oder eine Gürtelrose sind ebenfalls mögliche ernstere Ursachen für eine juckende Kopfhaut.

Wann sollte bei juckender Kopfhaut ein Hautarzt aufgesucht werden?

Ein Termin beim Hautarzt ist grundsätzlich empfehlenswert, wenn der Juckreiz mit Schmerzen verbunden ist, sich Rötungen, Bläschenbildung, Nässen der juckenden Hautpartien oder Verkrustungen zeigen. Auch wenn der Juckreiz nach ca. 4 Wochen trotz Behandlung mit Hausmitteln nicht nachlässt oder sich die Symptome verschlimmern, sollte ein Arzt um Rat gefragt werden.

Hausmittel gegen juckende Kopfhaut

Wenn die Kopfhaut bei Haarausfall juckt, können verschiedene Hausmittel für eine kurzfristige Linderung sorgen. Die Ursache der juckenden Kopfhaut zu kennen, ist auch bei der Verwendung von Hausmitteln wichtig, denn nur so kann der eigentliche Störfaktor nachhaltig vermieden werden. Eine ausreichende Versorgung mit den Vitaminen C und E, eine gesunde Ernährung, die Vermeidung von Stress und viel trinken hilft zusätzlich, den Juckreiz zu bekämpfen.

pH-neutrale Shampoos ohne Parfümzusätze

Gerade wenn Sie von Haarausfall mit juckender Kopfhaut betroffen sind, sollten Sie darauf achten, für die Haarwäsche nur ein mildes, pH-neutrales Shampoo ohne Zusatz von Parfüm zu verwenden. Geeignet sind milde Babyshampoos, selbsthergestellte Shampoos oder beispielsweise das ergänzende Priorin-Shampoo mit wertvollem Vitamin B5 und Hirseextrakt. Shampoos gegen Schuppen sollten vermieden werden, da sie Haare und Kopfhaut zusätzlich austrocknen. Vermeiden Sie aus diesen Gründen auch, die Haare zu oft zu waschen oder zu heiß zu föhnen.

Öle gegen Juckreiz

Bei juckender Kopfhaut bewährt hat sich eine Behandlung mit handelsüblichen Ölen, wie sie in fast jedem Haushalt zu finden sind. Geeignet sind Olivenöl, Avocadoöl, Teebaumöl oder Rosmarinöl. Das Öl wird für die Behandlung in geringer Menge abends auf die Kopfhaut aufgetragen und leicht einmassiert. Die Öle wirken durchblutungsfördernd und verwöhnen die Kopfhaut mi einer wohltuenden Massage. Erst am nächsten Morgen wird das Öl mit der Haarwäsche wieder ausgewaschen. Die Ölbehandlung ist in der Regel nur einmal wöchentlich erforderlich.

Haarspülungen mit Apfelessig

Haarspülungen mit einer Mischung von 1 bis 2 Esslöffeln Apfelessig auf einen Liter Wasser haben sich ebenfalls bei der Behandlung von juckender Kopfhaut bei Haarausfall bewährt. Die maximal lauwarme Mischung wird nach der Haarwäsche aufgetragen und nicht wieder ausgespült. Alternativ kann auch Brennnesselwasser aus der Apotheke verwendet werden.

Bei akut juckender Kopfhaut versprechen einfache Hausmittel wie Apfelessig oder Olivenöl schnelle Besserung. Um langfristig gegen Haarausfall vorzugehen sind sie jedoch nicht geeignet. Dauert das Jucken auf der Kopfhaut länger an, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

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