Trichologie

Das Wort „Trichologie“ wurde aus „thríx, trikhos“ abgeleitet, der altgriechischen Bezeichnung für Haar.

Ganz in diesem Sinne ist die Trichologie die Haarkunde, die sich als Sparte der kosmetischen Dermatologie ganzheitlich mit Erkrankungen der Kopfhaut, der Haarwurzeln und den Ursachen für Haarausfall beschäftigt.

Die Trichologie beschäftigt sich mit den Veränderungen, denen das Haarwachstum ständig unterliegt. Sie bezieht bei der Beurteilung störender, möglicherweise krankhafter Veränderungen viele verschiedene Faktoren ein, die die Haargesundheit beeinflussen:

  • Falsche Haarpflege mit zu viel reizenden, chemischen Inhaltsstoffen
  • Umwelteinflüsse wie Schadstoffbelastungen, UV-Strahlung, Meerwasser
  • Lebensstil-Faktoren wie schlechte Ernährung, beruflicher Umgang mit Reizstoffen
  • Andere Erkrankungen, Medikamenten-Einflüsse
  • Stress und ungesunde Dauerbelastungen
  • schwere Lebenskrisen, die die Haare über Nacht weiß werden lassen

In der Trichologie wird das Haar nicht als Anhängsel mit kosmetischer Funktion betrachtet, sondern als der Spiegel der Seele. Sie gehört damit auch nicht zu den offiziellen Fachgebieten der wissenschaftlichen Medizin, sondern gilt in unserem Medizinsystem wie Akupunktur, Osteopathie und TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) als alternative Medizin.

Trichologen füllen ebenfalls eine Lücke, wenn sie z. B. die hinter einem Haarausfall stehenden Ursachen suchen, statt dem Patienten außer Medikamenten gegen akute Entzündungen etc. nur Hormonbehandlungen anzubieten. Wenn die üblichen schulmedizinischen Behandlungen nicht greifen, wird dem Patienten zur Akzeptanz des Haarausfalls geraten, notfalls kümmert sich ein Psychologe um die Akzeptanz dieses „rein kosmetischen Problems“.

Frau föhnt die Haare - HaarlexikonFrau föhnt die Haare - Haarlexikon