Histidin

Histidin gehört zu den semi-essenziellen Aminosäuren, sprich, der Körper stellt die Aminosäure selbst her, jedoch leider nicht ausreichend, sodass die Aminosäure zusätzlich durch Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden sollte. Vor allem bei Kindern kann die lebensnotwendige Aminosäure Wunder wirken. Erwachsene können einen Mangel an Histidin über einige Zeit durch die eigene Produktion ausgleichen, bei Kindern hingegen ist eine zusätzliche Aufnahme an Histidin unerlässlich, daher gilt die Aminosäure als semi-essenziell.

Die Wundheilung kann durch diese Aminosäure beschleunigt werden, Wachstumsprozesse können unterstützt und die Regeneration des Gewebes verbessert werden. Neben der Wundheilung stärkt Histidin auch das Immunsystem. Die semi-essenzielle Aminosäure wirkt entgiftend und reguliert sowohl den pH-Wert des Blutes als auch die Energieversorgung der Zellen, die hauptsächlich am Wachstum und der Gewebereparatur beteiligt ist. Diese Aminosäure ist zur Erfüllung verschiedener Aufgaben erforderlich, einschließlich der Produktion von Histamin, der Aufrechterhaltung eines gesunden Herzens und Kreislaufsystems.

Ein Histidin Mangel kann durch eine unausgewogene Ernährung hervorgerufen werden und viele unangenehme Nebenwirkungen mit sich bringen. Neben Migräne, Entzündungen, Bluthochdruck, zu niedrigem Blutdruck etc., kann der Mangel der semi-essenziellen Aminosäure auch zu Haarausfall führen. Histidin findet sich unter anderem in folgenden Lebensmitteln:

  • Fisch (Thunfisch, Lachs)
  • Filet (Fleisch)
  • Sojabohnen
  • Nüsse (Walnüsse, Erdnüsse)

Die semi-essenzielle Aminosäure Histidin steht im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Gewebshormon Histamin, ein chemischer Stoff, den der menschliche Körper produziert, wenn er auf Infektionen reagiert. Histamin stärkt die Abwehrreaktion und kann ebenfalls bei Allergien ausgeschüttet werden.

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