Alopecia Areata

Alopecia Areata – auch kreisrunder Haarausfall genannt – ist eine Form des Haarausfalls, bei dem die Kopf- und Gesichtsbehaarung (Wimpern, Augenbrauen) durch einen Immunangriff auf die Haarwurzel, kreisförmig bis auf wenige Stellen ausfallen kann. Dabei richtet sich die Autoimmunkrankheit gegen den eigenen Körper, sodass anstatt Viren oder Bakterien, die eigene Behaarung als Fremdkörper angesehen wird und sich eine Entzündung auslöst, die das Haarwachstum schädigt. Die Haarwurzeln sind hierbei nicht abgestorben, sondern noch erhalten.

Das Geschlecht oder Alter spielt bei dieser Haarerkrankung keine Rolle. Es kann sowohl bei Männern, Frauen als auch bei Kindern, in jedem Lebensalter auftreten und macht sich neben dem lästigen Haarausfall oftmals durch Veränderungen der Fingernägel wie beispielsweise Rillen oder Einkerbungen bemerkbar.

Eindeutige Ursachen für den Auslöser von Alopecia areata gibt es nicht. Jedoch gehen Mediziner davon aus, dass der Immunangriff der Haarwurzeln durch einen psychischen Schock oder Stress ausgelöst werden kann.
Oftmals bessert sich die Krankheit nach einigen Monaten von selbst, sodass keine Therapie in Anspruch genommen werden muss. Ist dies nicht der Fall, lässt sich der kreisrunde Haarausfall beispielsweise durch eine Kortison-Kur behandeln. Durch die Anwendung von Kortison-Salben oder -Spritzen werden Immunreaktionen unterdrückt. Bei Kindern vermeidet man gerne die Kortisontherapie und greift zu Zinktabletten.

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