Frau föhnt die Haare - Haarlexikon

Haarlexikon

Alopezie

Alopezie ist die medizinische Bezeichnung für krankhaften Haarausfall, bei dem vor allem die Kopfhaut betroffen ist. Krankhafter Haarausfall liegt vor, wenn mehr als 100 Haare pro Tag ausfallen. Es gibt drei verschiedene Formen der Alopezie. mehr

Alopecia Areata

Alopecia Areata – auch kreisrunder Haarausfall genannt – ist eine Form des Haarausfalls, bei dem die Kopf- und Gesichtsbehaarung (Wimpern, Augenbrauen) durch einen Immunangriff auf die Haarwurzel, kreisförmig bis auf wenige Stellen ausfallen kann. … mehr

Alopecia areata totalis

Bei der sogenannten Alopecia areata totalis handelt es sich um eine Form der Alopecia areata. Unter Alopecia areata versteht man eine entzündliche Erkrankung des Haarfolikels, die zu einem Verlust der Haare führt. Bei der Alopecia areata totalis fällt die gesamte Kopfbehaarung inklusive Augenbrauen und Wimpern aus. Die restliche Körperbehaarung ist jedoch noch teilweise vorhanden. mehr

Alopecia areata universalis

Alopecia areata universalis ist die Bezeichnung für einen vollständigen Haarausfall. Es handelt sich um eine besonders extreme Form, bei der es zum Verlust der gesamten Körperbehaarung kommt. Bei dieser Erscheinungsform fallen Wimpern und Augenbrauen aus, der Kopf wird kahl und auch alle Haare am restlichen Körper (Schamhaare, Ohr- und Nasenhaare etc.) gehen verloren. Grundsätzlich handelt es sich bei der Alopecia areata universalis um eine extreme Ausprägung der Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall). mehr

Aminosäuren

Aminosäuren (Fachbegriffliche Abkürzung AS) sind chemische Verbindungen und ein wesentlicher Bestandteil für den Haarwachstum und die Haarstruktur. Sie sind für den Baustein von Proteinen (also dem Eiweiß) und damit für die Funktion und den Aufbau des menschlichen Körpers verantwortlich. … mehr

Anagenphase

Jedes Haar durchläuft einen eigenen Lebenszyklus mit drei Phasen. Zu diesen drei Phasen gehört u.a. die Anagenphase bzw. Wachtumsphase. Dabei handelt es sich um jene Phase im Haarzyklus, in der der Haarfolikel die maximale Größe erreicht. In der Anagenphase kommt es zur aktiven Haarbildung, die schließlich auch das Längenwachstum des Haars auslöst. 80% der Kopfhaare befinden sich i.d.R. in der Anagenphase. mehr

Androgene

Als Androgene bezeichnet man synthetische oder natürliche Hormone, die die Entwicklung der männlichen Geschlechtsmerkmale steuern. Genauer gesagt, sind Androgene für die typisch männlichen Erscheinungsmerkmale wie Behaarung oder Muskelbildung verantwortlich. mehr

azyklisch

Der Begriff „azyklisch“ bezieht sich auf das Wachstum der Haare, ist aber nicht nur sprachlich etwas irreführend.

Haare durchlaufen beim Wachstum mehrere Phasen, die unter dem Begriff „Haarzyklus“ zusammengefasst werden. … mehr

(Beta)-Alanin

Alanin ist eine nicht-essenzielle Aminosäure, die vom Körper aus anderen Aminosäuren als auch aus Pyruvat, dem Endprodukt des Glukoseabbaus, hergestellt wird. Beta-Alanin ist ein Nahrungsergänzungsmittel, das in Verbindung mit der Aminosäure Histidin den Organismus Carnosin synthetisieren kann. mehr

Cortex

Cortex [von latein. cortex = Rinde] bezeichnet die äußere Schicht der Hirnrinde. Diese lässt sich in zwei Bereiche unterteilen: Großhirnrinde (Cortex cerebri) und die Kleinhirnrinde (Cortex cerebelli). Der Cortex — auch als Faserstamm oder Haarrinde bekannt, besteht aus Faserbündeln, die wiederum aus feinsten Keratin-Fasern (Fibrillen) bestehen und ist für Stärke, Elastizität sowie Reißfestigkeit bekannt. … mehr

Cuticula

Der Begriff „Cuticula“ kommt aus der lateinischen Sprache und bedeutet Haut oder Häutchen. Die Bezeichnung wird heute in Zoologie und Botanik, Mykologie (Pilzkunde), Biologie und Medizin für sehr viele Häute genutzt: Den wachsartigen Überzug auf Pflanzenblättern, die äußere Körperdecke (das Exoskelett) von wirbellosen Häutungstieren, die oberste Hautschicht des Pilz-Fruchtkörpers, die feine Oberhaut an der Oberfläche von Vogeleiern und noch viele andere Häute. … mehr

Cystein

Cystein gehört den semi-essenziellen Aminosäuren an und kann daher durch die essenziellen Aminosäuren Methionin und Serin selbst vom Körper hergestellt werden. Um jedoch den täglichen Bedarf ausreichend abzudecken, ist es empfehlenswert, Cystein zusätzlich zur körpereigenen Produktion über die Nahrung aufzunehmen … mehr

Effluvium

Effluvium ist der medizinische Begriff für Haarausfall. Von Haarausfall spricht man, wenn man im Alltag, beim Kämmen oder auch Waschen auffällig viele Haare verliert. Anders als bei krankheitsbedingtem Haarausfall, bleiben die Haarfollikel beim diffusen Haarausfall bestehen, sodass die Haare wieder nachwachsen können. Beim diffusen Haarausfall unterscheidet man zwischen folgenden verschiedenen Arten … mehr

Flaumhaar

siehe Lanugohaar

Gestagene

Gestagene sind Gelbkörperhormone die zur Vorbereitung und dem Erhalt von Schwangerschaften dienen. Man unterscheidet zwischen natürlich produzierten und synthetischen Gestagenen. mehr

Glycin

Glycin ist eine der nicht-essentiellen Aminosäuren, die in der Leber produziert werden. Die Aminosäure spielt eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Funktion des zentralen Nervensystems. mehr

Haarbalg

Der Haarbalg oder Haarfollikel wurde nach dem lateinischen Wort folliculus (das Bläschen) benannt und bezeichnet größere und kleinere Bläschen (Versammlungen von blasenartigen Zellen) im menschlichen Körper. Der Haarbalg liegt in der Kopfhaut und beherbergt die Haarwurzel. Er besteht aus einer Reihe komplexer anatomischen Strukturen: Äußere Haarwurzelscheide (Henle-Schicht), mittlere einzellige Begleitschicht (Huxley-Schicht) und innere Haarwurzelscheide (Cuticula aus drei weiteren Schichten), die in konzentrischen Zellschichten rund um die Haarwurzel liegen. mehr

Haarfollikel

siehe Haarbalg

Haarschaft

Jedes einzelne Haar besteht aus einem Haarschaft und einer Haarwurzel. Beim Haarschaft handelt es sich um jenen Teil, der die Hautoberfläche überragt. Es ist also der sichtbare Teil des Haares. Der Haarschaft besteht zum Großteil aus Hornmaterial, welches wiederum aus den pigmentierten Zellen der Haarwurzel entsteht. Das Melanin (Pigment) verleiht Menschen ihre individuelle Haarfarbe. Ergraut der Haarschaft, ist das die Folge erloschener Pigmentbildung. mehr

Haartransplantation

Eine Haartransplantation ist ein medizinischer Eingriff, welcher für Patienten mit Glatze dünnen oder feinen Haarvolumen vorgesehen ist. Um diesen Eingriff durchzuführen, werden dem Patienten Haarstücke oder auch einzelne Haare und Haarwurzeln entnommen, damit diese an anderen Stellen mit einer geringeren Wachstumsdichte eingepflanzt werden können. … mehr

Haartypen

Wie auch jeder Mensch im Wesen eigen ist, unterscheiden sich ebenfalls die jeweiligen Haartypen. Zu wissen, welcher Haartyp auf einen zutrifft, ist vor allem für die richtige Pflege ausschlaggebend. Denn je nach Haarstruktur empfiehlt sich eine andere Pflegeroutine um starkes, nicht brüchiges Haar zu erzielen. mehr

Haarverpflanzung

Haarverpflanzung, auch als Haartransplantation bekannt, ist ein immer häufiger verwendeter kosmetischer Eingriff, um undichte oder gar kahle Stellen zu optimieren. mehr

Haarwurzel

Als Haarwurzel (Bulbus) wird der in der Kopfhaut befindlicher Teil des Haares bezeichnet. Eine Haarwurzel reicht bis in das Unterhautgewebe und wird durch winzige Falten umschlossen. Durch die Produktion neuer mit Keratin befüllter Hornzellen, entsteht im unteren Ende des Haarfollikels ein neues Haar. mehr

Haarzwiebel

Die Haarzwiebel (lat. Bulbus pili) ist der verdickte, kolbenförmige Teil des Haars, der selbiges in der Haut verankert. Er umklammert die von einer Vielzahl an Kapillaren (kleinste Blutgefäße) versorgte Haarpapille, die von der sogenannten Haarmatrix umschlossen wird. Die Haarzwiebel ist zugleich derjenige Ort, an dem das Haar gebildet wird. mehr

Histidin

Histidin gehört zu den semi-essenziellen Aminosäuren, sprich, der Körper stellt die Aminosäure selbst her, jedoch leider nicht ausreichend, sodass die Aminosäure zusätzlich durch Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden sollte. Vor allem bei Kindern kann die lebensnotwendige Aminosäure Wunder wirken. … mehr

Katagenphase

Jedes Haar durchläuft einen Wachstumszyklus mit drei Phasen. Der Zyklus beginnt mit der Anagenphase, geht dann in die Katagenphase über und endet mit der Telogenphase. Während das Haar in der Anagenphase durchschnittlich 0,4 mm pro Tag wächst, durchläuft das Haar in der sogenannten Katagenphase einen Umbauprozess. In dieser zweiten Phase des Wachtsumszkylus wird die Zellteilung eingestellt. Die Haarwurzel wird nicht mehr mit Nährstoffen versorgt und schrumpft infolgedessen. Die Katagenphase dauert in etwa zwei Wochen und 1-3% der Haarwurzeln befinden sich in dieser Phase. mehr

Keratin

Keratin ist ein aus Aminosäuren bestehendes Protein. Es ist für die Form und Stabilität der Zellen verantwortlich, sowohl in der Oberhaut, der Epidermis als auch in den Nägeln und Haaren. Ohne das Strukturprotein Keratin wären Haare, Haut, Finger- und Fußnägel nicht fest und elastisch, sondern trocken und brüchig. … mehr

Lanugohaar

Lanugohaar beziehungsweise Flaumhaar bezeichnet die pigmentlose pränatale Behaarung des Fetus. Lanugo-Behaarung wird auch „zarter Haarflaum“ oder „Wollhaar“ genannt. Das Wollhaar bedeckt den Körper des Fetus und ist ein genetisches Überbleibsel. Der zarte Flaum lässt sich auf unsere Abstammung vom Affen zurückführen. Languohaar ist dünn, kurz, marklos und unpigmentiert. Es entsteht ungefähr in der 13. bis 16. Schwangerschaftswoche und stellt die erste Körperbehaarung des Feten dar. Während der Spätschwangerschaft verschwindet der zarte Haarflaum jedoch wieder und wird durch Vellushaare ersetzt. mehr

Melanine

Melanine sind im menschlichen Körper u.a. für die Färbung von Haaren, Haut und Aderhaut verantwortlich. Bei Melaninen handelt es sich um eine Gruppe biologischer Pigmente, die in einem mehrstufigen Prozess aus der Aminosäure Tyrosin gebildet wird. Dieser Vorgang nennt sich Melanogenese. Die Herstellung der Melanine findet in den Melanozyten statt und diese werden dann an die umliegenden Zellen abgegeben. mehr

Östrogene / Östrogen

Östrogene (auch Estrogene, Abkürzung E), ist der Oberbegriff für die weiblichen Hormone wie Östron, Östradiol und Östriol. Bei den Östrogenen handelt es sich um Steroidhormone, welche zu den weiblichen Sexualhormonen gehören. … mehr

Östrogenmangel

Östrogenmangel bedeutet, dass der Wert des wichtigsten weiblichen Geschlechtshormons zu niedrig gesunken ist. Genauer gesagt handelt es sich beim Östrogen nicht um ein Hormon, sondern um den Überbegriff verschiedener Hormone (Östron, Östradiol…). … mehr

Östrogespiegel

Der Östrogenspiegel spielt eine entscheidende Rolle im weiblichen Monatszyklus sowie in der Schwangerschaft. Auch Männer produzieren Östrogen – allerdings in erheblich geringerem Maße. Bei Frauen wird das Östrogen in der Nebennierenrinde, in den Eierstöcken und in der Plazenta gebildet. Bei Männern findet die Östrogenproduktion in den Hoden statt. Allerdings haben Östrogene längst nicht nur Einfluss auf die Fortpflanzungsfähigkeit. … mehr

Phenylalanin

Phenylalanin ist eine essenzielle Aminosäure und gilt als die Vorstufe von Tyrosin. Man unterscheidet zwischen L-Phenylalanin und D-Phenylalanin. Während sich L-Phenylalanin auf natürliche Weise in Proteinen finden lässt, wird D-Phenylalanin nach Vorlage des natürlichen Vorbilds produziert. … mehr

Seborrhoisches Ekzem

Seborrhoe (lat. „Sebum“, der Talg), ist ein medizinischer Begriff, welcher für die Überproduktion von Hautfetten durch die Talgdrüsen steht. Ekzem beschreibt hierbei den Hautausschlag, der besonders im Gesicht oder auf der Kopfhaut hervortreten kann und meist durch die Schuppenbildung oder durch die talgende Kopfhaut gezeigt wird. … mehr

Talgdrüse / Talgdrüsen

Talgdrüsen kommen am ganzen Körper vor, in der Hauptsache dort, wo Haare wachsen. Die Drüse liegt in der Lederhaut und mündet in den Haarbalg, auch Haarfollikel genannt. Von dort gibt sie ihr Sekret ab und sorgt für eine dünne und gleichzeitig schützende Fettschicht auf der Haut und den Haaren. … mehr

Telogenphase

Jedes Haar durchläuft einen Lebenszyklus mit drei unterschiedlichen Phasen: Die Anagen-, Katagen- und Telogenphase. Während das Haar in der Anagenphase wächst, findet in der Katagenphase ein Umbauprozess der Haare statt. In der Telogenphase und somit letzten Phase des Zyklus befindet sich das Haar in einer Ruhephase. Die Haare verbleiben in dieser Phase für einen gewissen Zeitraum ohne Wachstum in der Kopfhaut. Schließlich lösen sie sich ganz vom Kopf und fallen aus. mehr

Terminalhaar

Terminalhaar ist der Sammelbegriff für sämtliche Haare, die Haarmark enthalten, pigmentiert sind und lang wachsen können. Zum Terminalhaar zählen also neben der Kopfbehaarung auch die Wimpern und Augenbrauen, die Schambehaarung sowie Nasen- und Ohrenhärchen. Anders als die Vellushaare sind Terminalhaare farbig pigmentiert und deutlich stärker. mehr

topisch

„Topisch“ ist das Adjektiv zum Begriff Topos, der aus der altgriechischen Sprache übernommen wurde. Topos bedeutet Thema, Gemeinplatz (allgemein bekannte + anerkannte Redewendung), aber auch einfach „Ort, Platz“. In diesem Sinne wird der Begriff in der Medizin verwendet: Eine Behandlung oder Arznei wird äußerlich und örtlich, begrenzt auf eine bestimmte Stelle des Körpers angewandt. … mehr

Trichologie

Das Wort „Trichologie“ wurde aus „thríx, trikhos“ abgeleitet, der altgriechischen Bezeichnung für Haar. Ganz in diesem Sinne ist die Trichologie die Haarkunde, die sich als Sparte der kosmetischen Dermatologie ganzheitlich mit Erkrankungen der Kopfhaut, der Haarwurzeln und den Ursachen für Haarausfall beschäftigt. … mehr

Trichotillomanie

Der Begriff „Trichotillomanie“ stammt aus dem Griechischen und setzt sich aus „tricho“ für „Haar“, „tillo“ für „ziehen“ und „manie“ für „krankhaften Trieb“ zusammen. Hinter einer Trichotillomanie verbirgt sich eine Störung der Impulskontrolle, bei denen sich die Betroffenen zwanghaft die Haare ausreißen, um traumatische Erfahrungen zu verarbeiten. … mehr

Tyrosin

Tyrosin ist eine nicht-essenzielle Aminosäure. Nicht-essenzielle Aminosäuren gelten als Bausteine der Proteine, die der Körper selbst herstellen kann. Tyrosin wird im Körper aus Phenylalanin gebildet. Dies wiederum ist eine essenzielle Aminosäure, die von außen durch Nahrung zugeführt werden muss. … mehr

Vertex

Unter dem Begriff „Vertex“ bezeichnet man den höchst liegenden Teil des Schädeldachs, sprich, die höchste Stelle des Kopfes, auch als Scheitel bekannt … mehr

Weibliche Hormone

Hormone sind chemische Botenstoffe im Körper, die von speziellen Zellen produziert werden. Sie übernehmen im menschlichen Körper viele Aufgaben und beeinflussen neben Stoffwechsel, Ernährung, Atmung, Blutdruck, Sexualfunktionen und Schwangerschaft ebenfalls die Dauer des Haarzyklus sowie die Teilungsaktivität der Haarfollikel. Vor allem im weiblichen Zyklus spielen die Östrogene und das Progesteron eine wesentliche Rolle. … mehr