Haarbruch – mit Geduld zum Erfolg

Hinter Haaren, die sich wie abgeschnitten oder auseinandergerissen auf der Kleidung wiederfinden, können sich mehrere Ursachen verbergen. Neben Einwirkungen von außen spielen Hormonstatus, Alter oder Ernährung eine wichtige Rolle. Wie bei jedem Haarproblem heißt es, den Grund zu erkennen und für die Behandlung Geduld mitzubringen.

Ursachen für Haarbruch (Trichoklasie)

Hinter dem Fachbegriff Trichoklasie verbirgt sich ein Haarbruch, der mehr über ein normales Maß hinausgeht. Die Bruchrichtung kann dabei quer, schräg oder glatt sein. Zu diesem Symptom kann es durch exogene – äußerliche – Einwirkung kommen, aber auch durch innere Ursachen wie körperliche Veränderungen. Die Haarstruktur wird langsam rau, das Haar bricht. Mitunter brechen Haare aber sehr rasch, beispielsweise nach dem Färben.

Hauptgründe für Haarbruch durch äußere Ursachen

  • mechanische Belastung
  • chemische Einflüsse
  • Witterungsverhältnisse

Innere Einflüsse auf Haarbruch sind unter anderem

  • Ernährung
  • Lebensalter
  • Hormonstatus
  • Erkrankungen
  • Medikamenteneinnahme

Schnelle Abhilfe bei Haarbruch von außen

Was durch äußerliche Einwirkung zum Haarbruch führt, wird schnell erkannt, wenn man seine Gewohnheiten auf die nachfolgenden Punkte hin überprüft und für Abhilfe sorgt. Es dauert zwar, bis sich die Haare als Ganzes erholen, denn erst müssen alle beschädigten Haare wieder erneuert oder zumindest repariert sein. Trotzdem ist es ein von der Dauer und dem Aufwand her absehbarer Zeitraum, bis sich der Erfolg zeigt.

Ziepen und Reißen – mehr als nur unangenehm

Vorsichtiges Auskämmen ist ein erster Schritt zu einem gesunden Haarschopf. Dies gilt vor allem bei nassen Haaren. Sie sollten nie trockengerubbelt, sondern nur vorsichtig mit dem Handtuch abgetupft werden. Auch beim Kämmen darf es weder beim nassen noch beim trockenen Haar ziehen. Ein guter, handgesägter Kamm ohne scharfe Stellen, eine qualitativ hochwertige Haarbürste mit glatten Borsten machen ein schonendes Auskämmen möglich. Wichtig sind diese Vorsichtsmaßnahmen vor allem bei langen Haaren, denn aufgrund ihrer Lebensdauer werden sie unzähligen Auskämmaktionen ausgesetzt.

Der Feind im Haar

So praktisch Hochsteckfrisuren für Frauen sind, so unangenehme Folgen kann es haben, wenn jahrein jahraus die Haare in die gleiche Richtung getrimmt werden. Werden sie dann noch durch allzu straffe und ungeeignete Gummis und Klammern gehalten, ist spätere Bruchstelle fast programmiert. Wechseln Sie ab, tragen Sie die Haare in verschiedenen Variationen. Stärkere Gummis mit Textilummantelung und verschiedene Klammern sorgen dafür, dass die Haare unversehrt bleiben. Aber auch Kleidung kann zum Haarbruch führen, wenn Haare auf rauem Material aufstehen oder sich gar wegen eines Kragens verheddern. Oft erscheint dieses Phänomen bei Kunstfasern, ein Schal aus Naturmaterial kann Abhilfe schaffen.

Schonend behandeln – die Haare danken es

Nicht alles, was einen chemischen Einfluss auf die Haare hat, wird sofort in diese Klasse eingeordnet. Haarbruch trifft hier vielfach die Personen, die blondieren oder färben. Sogar ein normales Shampoo oder Spray kann individuell ungeeignet sein, nicht jedes Haar verträgt die gleiche Behandlung. Mit etwas Aufmerksamkeit findet man den Zusammenhang, auch wenn die Reaktion – das Brechen der Haare – nicht immer sofort auf Waschen oder Färben erfolgt. Produkte für sensitive Kopfhaut und Haare oder auf Basis von natürlichen Inhaltsstoffen erweisen sich als hilfreich.

Mal heiß, mal kalt: Resultat Haarbruch

Nicht zuletzt sind es Wind und Kälte, Sonne und Heizungsluft, Fön und Glätteisen, durch die Haare bis zum Bruch strapaziert werden. Mützen schützen, geeignete Pflegelotionen sorgen dafür, dass sich Haare nicht statisch aufladen und ihre Feuchtigkeit behalten. Wöchentliche Haarkuren, die dem Haar seine Geschmeidigkeit zurückgeben, umgeben das Haar mit einer Schicht, die auch Strukturschäden ausgleichen kann.

Innere Ursachen erkennen

Liegen die Ursachen für Haarbruch nicht im exogenen Bereich, wird die Ursachenforschung meist komplizierter und die Behandlung langwieriger. Hier sind Ausdauer und Geduld gefragt, denn es kann viele Monate dauern, bis eine Besserung eintritt.

Richtig ernähren – bis in die Haarspitzen

Einseitige Ernährung, die zudem mit Stress Hand in Hand geht, macht sich mitunter in der Brüchigkeit der Haare bemerkbar. Kann man für sich diesen unguten Kreislauf ausmachen, so hilft ein Rundum-Programm: Mehr Zeit für ausgewogene Mahlzeiten mit frischem Obst, Gemüse, Nüssen und vollwertigen Getreideprodukten einrechnen und gleichzeitig den Stress reduzieren. Wer sich dann in aller Ruhe noch regelmäßige Verwöhnaktionen mit guten Pflegeprodukten gönnt, sorgt wiederum für einen Doppeleffekt.

Hormone und Lebensalter

Unbestritten haben Hormone und das Lebensalter Einfluss auf Haarwuchs und Widerstandsfähigkeit der Haare. Im Laufe des Lebens verlangsamt sich der Stoffwechsel, Nägel und Haare verlieren ihre Festigkeit und werden brüchig. Neben ausgewogener Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Nährstoffen können Nahrungsergänzungsmittel hier einen positiven Einfluss haben. Liegt der Verdacht auf hormonelle Veränderungen nahe, die nicht wie Schwangerschaft oder Wechseljahre eindeutig erkennbar sind, hilft die Feststellung des Hormonstatus durch den Arzt. Nach der Abklärung kann eine Behandlung mit entsprechenden Haarwässern einsetzen.

Nebenwirkungen und Risiken

Vielleicht haben Sie es schon selbst festgestellt: Während längerer Krankheiten – oder auch mit Abstand von Wochen und Monaten danach – treten Haarprobleme auf. Haarausfall ist eine der Folgen, eine weitere kann auffälliger Haarbruch sein. Zu den Hauptverursachern gehören hohes Fieber, Schilddrüsenerkrankungen, Erkrankungen der Verdauungsorgane und Krebs. Oft ist es hier die Kombination aus Krankheit und Medikation, die einen Mangel an Nährstoffen, eine Stoffwechselbeeinträchtigung oder eine direkte Schädigung auf das Haar hervorruft. Bekannt ist hier vor allem die Chemotherapie, die zu Haarbruch und Haarausfall führt. Aber auch die Antibabypille, Antibiotika, Betablocker, Blutgerinnungshemmer oder Rheumamittel können für brechende Haare verantwortlich sein. Hier ist der Arzt zu Rate zu ziehen, oft bieten sich sinnvolle Alternativen an, die das Haarproblem eindämmen.

Weitere interessante Themen:

Kokosöl gegen Haarausfall Kokosöl wirkt gegen Haarausfall Haarausfall ist ein Problem, das viele Menschen betrifft. Auch wenn in den meisten Fällen de...
Haarausfall in den Wechseljahren Haarausfall in den Wechseljahren Mit dem Klimakterium müssen Frauen sich auf viele körperliche und psychische Veränderungen ...
Dünner werdendes Haar Wenn die Haare immer dünner werden Viele Frauen sind sehr stolz auf ihr volles, langes Haar. Umso größer ist die Bestürzung,...