Saisonaler Haarausfall: wodurch er verursacht wird und was wirklich hilft

Sie leiden temporär unter Haarausfall, beispielsweise in den Wintermonaten? In der Regel ist dies kein Grund zur Besorgnis, denn Haarausfall kann in bestimmten Zeiten des Jahres verstärkt auftreten. Wodurch saisonaler Haarausfall verursacht wird und wie Sie dagegen vorgehen können, verraten wir Ihnen in folgendem Artikel.

Was ist saisonaler Haarausfall und wodurch wird er verursacht?

Haarausfall tritt das gesamte Jahr über auf. Je nach Alter und Geschlecht verlieren wir pro Tag rund 100 bis 150 Haare. Zu bestimmten Zeiten des Jahres, zum Beispiel im Herbst oder Winter, neigen viele Menschen jedoch verstärkt zu Haarverlust.

Saisonaler Haarausfall als Folge von UV-Strahlung

Wenn Sie sich im Sommer häufig der intensiven Sonnenstrahlung aussetzen, steigt das Risiko für saisonalen Haarausfall im Winter. Denn: UV-Strahlung bremst die Ausschüttung des Hormons Melatonin. Dieses spielt für das Haarwachstum eine bedeutende Rolle. Produziert der Körper weniger Melatonin, macht sich dies jedoch nicht bereits im Sommer bemerkbar, sondern erst Monate später – also in Herbst und Winter.

Saisonaler Haarausfall als Begleiterscheinung des Haarzyklus

Auch in jeder anderen Jahreszeit, beispielsweise im Frühling, kann saisonaler Haarausfall auftreten. Die Ursache liegt im Wachstumszyklus der Haare, der sich in eine Wachstumsphase, eine Regressionsphase und eine Ruhephase unterteilt. 90 bis 95 Prozent der menschlichen Haarfollikel befinden sich gleichzeitig in der Wachstumsphase und fallen dementsprechend auch zur gleichen Zeit aus. Der Höhepunkt des Haarausfalls findet rund 100 Tage nach Ende der Wachstumsphase statt.

Haarausfall als Folge saisonaler Erkrankungen

Ist das Immunsystem geschwächt, ist es auch anfälliger für Grippeerkrankungen und Erkältungen. Damit einher geht häufig eine Schwächung der Haarstruktur, denn die Haare sind immer auch ein Indikator für das gesundheitliche Wohlbefinden. Der Körper benötigt nun viel Energie zur Abwehr der Krankheitserreger – die Haare bleiben dabei oftmals auf der Strecke. Sie verlieren an Glanz, wirken spröde und fallen schneller aus.

Frau liegt in Herbstlaub

Was hilft bei saisonalem Haarausfall?

Saisonaler Haarausfall ist zwar harmlos, Sie müssen aber dennoch nicht untätig bleiben. Stattdessen können folgende Tipps dabei helfen, temporär auftretenden Haarausfall wirkungsvoll zu reduzieren.

Bereits im Sommer vorbeugen

Beugen Sie temporärem Haarausfall zum Jahresende bereits im Sommer vor, indem Sie Haare und Kopfhaut vor UV-Strahlung schützen. Tragen Sie leichte Mützen, die nicht zu eng anliegen, denn dauerhafter Druck kann die Haarfasern schädigen. In der Mittagshitze sollten Sie sich vorrangig im Schatten aufhalten – nicht zuletzt, um einen Sonnenbrand zu vermeiden. Ein Sonnenbrand auf der Kopfhaut ist nicht nur besonders schmerzhaft, sondern erhöht zusätzlich das Risiko für saisonalen Haarausfall in Herbst und Winter.

Intensive Haarpflege – auch im Winter!

In der kalten Jahreszeit benötigen Haare und Kopfhaut eine besonders intensive Pflege. Wenn Sie sowieso schon zu Haarausfall neigen, nutzen Sie Haarpflegeprodukte, die speziell als Mittel gegen Haarverlust konzipiert wurden. Diese regen die Mikrozirkulation in der Haarwurzel an und stärken die Haarfaser. Ist Ihr Haarverlust hormonell bedingt, greifen Sie beispielsweise zu Priorin. Bleiben Sie jedoch unbedingt konsequent, denn erste Erfolge zeigen sich oftmals erst nach mehreren Wochen. Gönnen Sie Ihrem Haar zusätzlich feuchtigkeitsspendende Haarmasken und Haarkuren und/oder massieren Sie Ihre Kopfhaut einmal pro Woche mit warmem Jojoba- oder Kokosnussöl, um die Durchblutung zu fördern und die Haarfollikel zum Wachstum anzuregen.

Das Immunsystem stärken

Ein starkes Immunsystem ist ein zuverlässiger Schutz vor saisonalem Haarausfall. Achten Sie auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit einem hohen Anteil an frischem Obst und Gemüse. Nährstoffe, die das Haarwachstum anregen, sollten dabei täglich auf dem Speiseplan stehen. Besonders wichtig für ein gesundes Haarwachstum sind beispielsweise:

  • hochwertiges Eiweiß
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Zink
  • Eisen
  • Biotin

Eventuell ist es sinnvoll, in der kalten Jahreszeit Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, um temporären Haarausfall zu reduzieren. Legen Sie zusätzlich Wert auf viel Bewegung an der frischen Luft und gönnen Sie sich ausreichend Schlaf und Erholungspausen, denn Stress steht auf der Liste der möglichen Ursachen für temporären Haarausfall ebenfalls ganz weit oben.

Fazit

Wenn Sie temporär unter Haarausfall leiden, können Sie einfach abwarten, denn jahreszeitlich bedingter Haarausfall lässt nach kurzer Zeit von selbst wieder nach. Besser ist es jedoch, Sie helfen ein wenig nach – durch eine optimierte Pflege von Haaren und Kopfhaut, aber auch durch eine ausgewogene Ernährung und einen allgemein gesunden Lebensstil. Bei sehr starkem oder lang anhaltendem Haarausfall ist es jedoch immer ratsam, den Hausarzt um Rat zu fragen.