Haarausfall durch Östrogenmangel – das hilft Frauen

Der Haarausfall durch Östrogenmangel hat zum Glück in den meisten Fällen eine ganz natürliche Ursache. Durch Veränderungen des Östrogenspiegels treten die Haare in die Ruhephase und fallen Monate später aus. Mitunter stecken aber auch ernste Krankheiten hinter diesem Haarverlust, sodass eine gründliche Ursachenforschung wichtig ist.

Die Lebenssituationen einer Frau

Dass in verschiedenen Lebenszyklen ein Ungleichgewicht im Hormonspiegel entstehen kann, ist für Frauen eine normale Situation. Diese besonderen Zeiten im Leben der Frau sind

Teils reguliert sich der Hormonspiegel selber wieder ein, teils können naturheilkundliche und schulmedizinische Präparate für ein Gleichgewicht sorgen. Ist dieses wiederherstellt, verschwindet der Haarausfall von allein.

Frau mit Haarausfall schaut auf Haarbürste
© Slavoljubovski / Pixabay

Pubertät – Östrogenbedingter Haarausfall

Die erste Menstruation, aber auch ein verspätetes Eintreten dieser, können hormonbedingten Haarausfall mit sich bringen. Mitunter lehnen junge Mädchen das Erwachsenwerden bewusst oder unbewusst ab. Sie versorgen ihren Körper nicht ausreichend mit gesunder Nahrung, um ja keine weiblichen Formen zu entwickeln. Dies hat natürlich Auswirkungen auf die Haarproduktion, für die zum einen nicht genügend Nährstoffe zur Verfügung stehen. Zum anderen kommen Hormonschwankungen durch diese natürliche Umstellungsphase des Körpers hinzu. Vielfach wird auch gerade in diesem Alter ein Hochleistungssport ausgeübt, der ebenfalls den Östrogenspiegel absenken kann.

Hormonelle Verhütung – Haarausfall als Folge

Zwar sind Verhütungsmittel wie moderne Antibabypille und Hormonspirale in ihrer Hormonmenge moderat dosiert. Dennoch kann die Einnahme dazu führen, dass zeitverzögert ein verstärkter Haarausfall auftritt. Öfter tritt dieser jedoch ein, wenn die Verhütungspräparate wieder abgesetzt werden. Es dauert, bis der Körper seine natürliche Hormonproduktion wieder voll und ganz aufgenommen hat. Solange aber der Hormonstatus nicht ausgewogen ist, ist ein verstärkter Haarverlust möglich.

Haarverlust – Schwangerschaft und Stillzeit

Zu den größten hormonellen Veränderungen im Leben einer Frau gehört die Schwangerschaft. Fettige, kraftlose Haare und Haarverlust treffen in dieser Zeit viele Frauen, wenige freuen sich nach der Umstellungsphase aber auch über kräftigeres Haar. Was fast alle jungen Mütter trifft, ist der Haarverlust nach der Entbindung. Zwei bis drei Monate nach dem Geburtstermin fallen verstärkt die Haare aus. Mitunter kommt in dieser Phase noch physischer und psychischer Stress dazu, zwei Faktoren, die ebenfalls nicht gerade förderlich für gesunden Haarwuchs sind.

Wechseljahre – Haarausfall durch reduzierte Östrogenproduktion

Wer bereits vor der Menopause öfter unter Haarausfall gelitten hat, den betrifft es nach Ausbleiben der Regel meist stärker. Erbanlagen sorgen nämlich dafür, dass die Haarfollikel weitaus empfindlicher auf männliche Hormone reagieren. Dies wird besonders deutlich, wenn der Östrogenspiegel durch das Ende der Eiproduktion stetig sinkt. Hier handelt es sich um eine androgenetische Alopezie, die jedoch behandelt werden kann. Gute Erfahrungen wurden unter anderem mit pflanzlichen Präparaten wie Traubensilberkerze und Mönchspfeffer gemacht, die auch bei anderen Wechseljahrsbeschwerden hilfreich sein können.

Östrogenmangel – Krankheiten als Ursache

Nicht immer ist jedoch der Östrogenmangel natürlich erklärbar und harmlos. Deshalb sollte immer dann, wenn er länger als ein paar Wochen anhält, ärztlicher Rat eingeholt werden. In jungen Jahren kann hinter Östrogenmangel und Haarausfall eine Fehlentwicklung der Eierstöcke stecken. In späteren Jahren ist dieser diffuse Haarausfall mitunter ein Hinweis auf Zysten und Tumore an den Gebärorganen. Auch nach einer Eierstockentfernung wird vermehrt ein Haarverlust beobachtet. Eine Schwäche der Nebenniere, medizinisch Nebenniereninsuffizienz, führt ebenso vielfach zu einem Östrogenmangel und daraus resultierendem Haarausfall.