Sowohl Männer als auch Frauen leiden unter Haarausfall. Fallen die Haare aus oder werden diese brüchig und spröde, kann dies viele Ursachen haben. Auch der Folsäuremangel wird häufig im Zusammenhang mit dem Haarverlust genannt. Wir gehen diesem Problem umfassend auf den Grund.

Gründe für den Haarausfall können vielfältig sein

Es gibt viele Ursachen für den Verlust der eigenen Haare. Oftmals sind es die eigenen Gene, welche den erblich bedingten Haarausfall auslösen. Doch auch Krankheiten, Stress und Nährstoffmangel können für den Verlust unseres Haupthaars verantwortlich sein. Dies wird besonders dann deutlich, wenn die Haare nicht sofort ausfallen, sondern diese zunächst schlapper wirken und brüchig und wenig belastbar werden, ehe sie ausfallen. Dies sind durchaus Zeichen die darauf hindeuten, dass der Haarverlust nicht erblich bedingt ist, sondern dass dessen Ursachen woanders zu finden sein werden.

Die Bedeutung von Folsäure für unseren Körper

Die Folsäure ist ein wichtiges Vitamin, welches wir für den Prozess der Zeilteilung und somit auch für die Regeneration von Gewebe benötigen. Gemeinsam mit anderen Vitaminen und Mineralstoffen, mit Spurenelementen und Proteinen sorgt die Folsäure dafür, dass unter anderem auch unsere Haare wachsen. Dabei übernimmt Folsäure, auch Vitamin B9 genannt, eine wichtige Rolle. Denn die Folsäure ist unter anderem für die Verwertung aller Vitalstoffe aus unserer Nahrung verantwortlich und versorgt somit auch aktiv die Haarfollikel mit den notwendigen Nährstoffen.

Folsäuremangel und Haarausfall – gibt es einen Zusammenhang

In mehreren Studien wurde nachgewiesen, dass ein Mangel an Folsäure und anderen Vitaminen durchaus einen deutlichen Effekt auf unser Haarwachstum nehmen kann. Die Studien gehen sogar so weit, dass ein direkter Nachweis des Zusammenhangs zwischen Folsäuremangel und Haarverlust geführt werden konnte. Zudem zeigt sich dies auch deutlich in vielen Gegenproben. Wird von Haarverlust betroffenen Menschen von außen regelmäßig Folsäure zugeführt, kann der Haarverlust in vielen Fällen gestoppt oder sogar rückgängig gemacht werden. Da Folsäure aktiv das Haarwachstum ankurbelt, wuchsen die Haare der Probanten generell deutlich schneller.

Weitere Mängel, die zum Haarausfall führen können

Unser Körper ist ein komplexes System unterschiedlicher Zusammenhänge. Die einzelnen Komponenten spielen oftmals in enorm komplizierten Wirkungsbeziehungen miteinander, sodass es sehr schwierig ist, einzelnen Komponenten unserer Ernährung und unseres Körpers bestimmte Eigenschaften zuzuschreiben. Grundsätzlich ist es vor allem so, dass viele der Vitamine aus dem B-Komplex beim Wachstum von Haaren und Nägeln eine wichtige Rolle spielen. Kommt es also bei diesem Vitamin-Komplex zu einem Mangel, kann dies schnell sichtbare Auswirkungen mit sich bringen.

Mangelerscheinungen medizinisch abklären lassen

Grundsätzlich sollten Sie bei Haarausfall einen Arzt aufsuchen. Ist der Haarausfall nicht genetisch bedingt, gibt es sehr häufig medizinische Ursachen, welche in jedem Fall abgeklärt gehören. Oftmals kann im Rahmen der Untersuchung auch eine Mangelernährung erkannt und entsprechend diagnostiziert werden. Eine stark einseitige Ernährung mit den falschen Nahrungsmitteln kann beispielsweise zu einem Mangel an Folsäure führen. Auch viele Diäten weisen in dieser Hinsicht Probleme auf, sodass in Folge der Diät beispielsweise ein Haarverlust zu beklagen ist.

Gezielte Mangelbekämpfung kann das Haar wieder wachsen lassen

Gibt es neben den Mangelerscheinungen keine weiteren medizinischen Ursachen, kann der Haarausfall häufig durch die entsprechende Gabe der fehlenden Vitamine behoben werden. Wichtig ist, dass die Behandlung schnellstmöglich beginnt, um den Erfolg zu verbessern. Kommt es aufgrund einer sehr lange andauernden Mangelerscheinung dazu, dass die Haarwurzeln vollständig absterben, da diese nicht mehr versorgt werden können, wird an dieser Stelle auch kein Haar mehr wachsen. Je früher somit, durch die gezielte Einnahme von Folsäure, mit der Therapie begonnen wird, umso besser für die Betroffenen.

Quellen:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6380979/
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5315033/
https://pdfs.semanticscholar.org/8c59/6dd79d93d5f0721a94b9f6d7b5ce6bebfdb9.pdf