Haarausfall bei Männern – welche Mittel helfen?

Studien zufolge leiden bis zu 80 % aller Männer an erblich bedingtem Haarausfall. Damit handelt es sich um die bei Männern häufigste Form von Haarausfall. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Medikamente und natürlichen Mittel gegen genetisch bedingten Haarausfall helfen können, um den vermehrten Haarverlust aufzuhalten oder zumindest zu verzögern.

Ursache und Verlauf des erblich bedingten Haarausfalls bei Männern

Beim Auftreten der androgenetischen Apolepzie reagieren die Haarfollikel empfindlich auf das Hormon  5-Alpha-Dihydrotestosteron (DHT), ein Abbauprodukt des männlichen Sexualhormons Testosteron, was mit einem übermäßigen Verlust des Haupthaares einhergeht. Erblich bedingter Haarausfall beginnt in der Regel zwischen dem 20. sowie 30. Lebensjahr mit dem Verlust von Haaren im Bereich der Schläfen- sowie der Scheitelregion. Im Laufe der Zeit wird auch das Haar im Bereich des hinteren Oberkopfes lichter (Tonsur). Im Endstadium gibt es immer mehr kahle Haarstellen: Es ensteht eine Glatze. In den meisten Fällen verbleiben nur noch wenige Haare, die sich in Form eines Hufeisens als Haarkranz an den Kopf schmiegen.

Mittel gegen Haarausfall bei Männern
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Mittel gegen erblich bedingten Haarausfall

Seit einigen Jahren sind diverse Mittel zur Behandlung von erblich bedingten Haarausfall (androgenetische Alopezie) auf dem Markt. Auch wenn diese Produkte die ursprüngliche Ursache der Alopezie nicht bekämpfen, enthalten sie eine Reihe an Wirkstoffen, die sich positiv auf das Haarwachstum auswirken und so dem Haarausfall effektiv entgegenwirken können.

Minoxidil

Minoxidil wurde ursprünglich als Mittel gegen Bluthochdruck entwickelt worden, kommt jedoch auch bei der Behandlung von Haarausfall zum Einsatz.  Um seine Wirkungsweise zu verstehen, muss man sich noch einmal vor Augen halten, was bei erblich bedingtem Haarausfall  genau passiert: Durch die Überempfindlichkeit auf das Testosteronabbauprodukt 5-Alpha-Dihydrotestosteron (DHT), verkümmern die Haarwurzeln nach und nach. Sie werden nicht mehr entsprechend durchblutet und auch nicht mehr ernährt. Minoxidil sorgt nun für eine Erweiterung der Blutgefäße und kann so (äußerlich angewandt) der weiteren Verkümmerung der Haarwurzeln entgegenwirken.  Bei der männlichen Form der Alopezie hat sich eine 5-prozentige Lösung von Minoxidil bewährt.

Thiocyanat

Bei diesem Wirkstoff handelt es sich um ein körpereigenes Molekül, das die Haarwurzeln vor Einflüssen schützen, die ihr Wachstum unterbrechen oder stören. Thiocyanat wird zur äußeren Anwendung als Serum angeboten.

Koffein, Brennnesselextrakt und Co.

Viele Präparate zur Bekämpfung von Haarausfall basieren auf einer Kombination hochwertiger Mikronährstoffe, die das Haarwachstum an den angegriffenen Haarwurzeln wiederherstellen und so dem Haarausfall entgegenwirken können. Hierzu gehört z.B. der Eiweißbaustein Cystin, ein wichtiger Bestandteil der Haarsubstanz, oder das für das Haarwachstum essentielle Vitamin B5, auch bekannt als Pathonthensäure, die für das Zellwachstum mitverantwortlich ist. Einige Produkte arbeiten auch mit Koffein und verschiedenen Pflanzenextrakten wie zum Beispiel Brennnessel-, Hirse- oder Weizenkeimextrakt, die ebenfalls die Haarwurzeln stimulieren sollen.

Fazit: Androgenetische Alopezie kombiniert bekämpfen

Ob und inwiefern es Ihnen gelingt, erblich bedingten Haarausfall zu stoppen oder zumindest hinauszuzögern, ist individuell unterschiedlich. Bewährt hat sich die Einnahme von Kombipräparaten, um die Haarwurzel mit allen wichtigen Mikronährstoffen versorgen, in Kombination mit einem durchblutungsfördernden Wirkstoff wie Minoxidil. Betroffene brauchen allerdings Geduld und müssen testen, was bei ihnen am besten wirkt.