Wenn die Haare immer dünner werden

Viele Frauen sind sehr stolz auf ihr volles, langes Haar. Umso größer ist die Bestürzung, wenn plötzlich beim Haarewaschen und Bürsten ganze Haarbüschel ausfallen oder man feststellen muss, dass das Haar an einzelnen Stellen oder gar großflächig immer dünner wird. Schuld am dünner werdenden Haar ist in der Regel eine bestimmte Form von Haarausfall: Der so genannte diffuse Haarausfall (diffuse Alopezie). Alopezie ist jedoch kein Grund zum Verzweifeln, in den meisten Fällen gibt es Lösungen für das Problem.

Ursachen für dünner werdendes Haar

Wird der Haarausfall durch hormonelle Veränderungen (wie z.B. in den Wechseljahren) verursacht, ist das für die meisten Patientinnen nachvollziehbar. Doch nicht immer lässt sich verstärkter Haarverlust mit einer bestimmten Lebenssituation in Verbindung bringen. So leiden manche Frauen schon in jüngeren Jahren an immer dünner werdenden Haaren oder gar großflächigem Haarausfall. Herkömmlicherweise unterscheidet man 3 verschiedene Arten von Haarausfall:

1) Haarausfall aufgrund hormoneller, erblich bedingter Veranlagung

2) Diffuser, nicht-krankheitsbedingter Haarausfall

3) Haarausfall aufgrund einer übertriebenen Immunreaktion

Ist jeder Haarverlust ein Haarausfall?

Ein gewisser Verlust an Haaren ist normal. Täglich verlieren wir etwa 70-100 Haare. Dieser Vorgang fällt uns in der Regel nicht weiter auf und führt auch nicht dazu, dass die Haare dünner werden. Es handelt sich vielmehr um einen ständigen Erneuerungsprozess der Kopfhaare.

Dünner werdendes Haar
© estradaanton / Fotolia

Erblich bedingter (hormoneller) Haarausfall

So wie bei ihren männlichen Leidensgenossen, reagieren auch die Haarwurzeln der von dieser Form von Haarausfall betroffenen Frauen besonders empfindlich auf das so genannte Dihydrotestosteron (DHT). DHT ist eine aktive Form des männlichen Sexualhormons Testosteron und auch im weiblichen Organismus vorhanden. Kommt es nun im Zuge der Wechseljahre oder nach dem Absetzen der Pille zu einem Abfall der Östrogenbildung im Körper der Frau, steigt der relative DHT-Anteil an, woraufhin die Haarwurzeln nach und nach verkümmern. Ihre feinen Gefäße verengen sich und werden schließlich nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Ein solche hormonell erblich bedingter Haarausfall beginnt allmählich und schleichend und kristallisiert sich häufig erst nach starken Hormonveränderungen, wie nach der Menopause, heraus. Die Haare werden zunächst einfach dünner. Die betroffenen Frauen bemerken daher erst relativ spät, dass mit ihren Haaren etwas nicht stimmt. Typischerweise bilden sich entsprechende dünne Stellen am Scheitel der Haare oben auf dem Kopf. Insgesamt verliert das Kopfhaar an Volumen und lässt sich schlechter frisieren.

Was kann man gegen den hormonell erblich bedingten Haarausfall unternehmen?

Allgemein trägt eine gesunde und ausgewogene Ernährung maßgeblich zu unserer Haargesundheit bei. Zu den typischen Mikronährstoffen, die unsere Haare für ein optimales Wachstum benötigen, gehören unter anderem alle B-Vitamine (vor allem Vitamin B3 und B5), die Spurenelemente Zink und Kupfer sowie bestimmte Aminosäuren. Spezielle pflanzliche Präparate oder Mittel zum Auftragen auf die Kopfhaut sollen die Haarwurzeln mit fehlenden Nährstoffen versorgen und die Stoffwechselaktivität in diesem Bereich unterstützen. All die genannten Maßnahmen dienen der Stärkung der Haarwurzel und sind umso erfolgreicher, je früher damit begonnen wird. Wer also bei seiner Mutter und Großmutter bereits festgestellt hat, dass das entsprechende Ausdünnen der Haare mit steigendem Lebensalter beginnt, sollte seinen Haarwurzeln frühzeitig Aufmerksamkeit schenken. In schweren Fällen ist der Arzt der geeignete Ansprechpartner.

Diffuser Haarausfall – Alopezie unklarer Ursache

Bei dem sogenannten diffusen Haarausfall fällt das Haar nicht nur an einzelnen Stellen, sondern nahezu gleichmäßig über den gesamten Kopf verteilt aus, wobei sich die konkrete Ursache für diese Art von Haarverlust nicht immer eindeutig bestimmen lässt. So kommen eine Reihe an Krankheiten, aber auch ein Nährstoffmangel, als Auslöser in Frage. Hierzu gehören beispielsweise:

  • Eisenmangel oder Eisenspeicherkrankheiten
  • Störungen der Schilddrüsenfunktion
  • Diabetes
  • Infektionskrankheiten
  • Hormonelle Erkrankungen

Auch Stresssituationen oder strenge Diäten gehen häufig mit diffusem Haarausfall einher.

Was können Sie gegen diffusen Haarausfall tun?

Vielfach muss ein Arzt abklären, was die Ursache für diese Art der Alopezie ist. Unter Umständen lässt sich die Ursache aber nicht genau feststellen. Ist eine Grunderkrankung oder ein Mangelzustand erkennbar, kann mit einer entsprechenden Behandlung begonnen werden. Allgemein hat sich auch hier die Unterstützung der Haarwurzeln und des Haarwachstumszyklus bewährt, z.B. durch die Verwendung von Produkten zum Auftragen auf die Kopfhaut oder ergänzende Shampoos für mehr Haarvolumen.

Kreisrunder Haarausfall – Wenn das Immunsystem die Haarwurzeln angreift

Für kreisrunden Haarausfall ist laut bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen offenbar das körpereigene Immunsystem verantwortlich. Man geht davon aus, dass sich die eigene Immunabwehr sozusagen gegen die Haarfolikel richtet und diese in eine Art Ruhezustand versetzt. Diese Form des Haarausfalls, die man auch als Alopezia areata bezeichnet, ist vom Lebensalter völlig unabhängig. Sie ist besonders belastend für die Betroffenen, da die kreisrunden und meist münzgroßen kahlen Stellen optisch besonders ins Auge stechen. Das Ausfallen der Haare geschieht oft phasenweise oder in bestimmten Situationen (z.B. bei starkem Stress). Dabei wachsen die Haare zeitweise wieder nach, um dann erneut auszufallen.

Wie wird kreisrunder Haarausfall behandelt?

Bei dieser Art von der Alopezie sollte immer der Arzt hinzugezogen werden. Bevorzugt beschäftigen sich Dermatologen mit dem Problem der Haare.

Fazit:

Wer von dünner werdendem Haar betroffen ist, sollte im Zweifelsfall immer einen Arzt aufsuchen. Eine nährstoffreiche und ausgewogene Ernährung, kann in vielen Fällen unterstützend wirken. Auch entsprechende Mittel auf pflanzlicher Basis, wie Priorin Liquid können Abhilfe schaffen. Wichtig ist jedoch, dass rechtzeitig mit der Behandlung begonnen wird. Umso besser sind die Aussichten, dem Haarverlust erfolgreich entgegenwirken zu können.

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