Wieso werden Haare fettig?

Beinahe jeder Mensch kennt das Problem. Frisch gewaschene Haare fangen nach einiger Zeit an fettig zu glänzen und insgesamt fettig auszusehen und sich auch so anzufühlen. Und schon stellt sich die Frage: „Wieso werden Haare fettig und was kann ich dagegen unternehmen?“ Technisch gesehen lässt sich diese Frage sehr einfach beantworten. Verantwortlich für die fettigen Haare sind die Talgdrüsen auf der Kopfhaut. Diese produzieren unterschiedliche Mengen an Talg, welche an die Haare abgegeben werden. Im Prinzip dient dies sowohl der Gesundheit der Haare als auch der Kopfhaut. Doch eine übermäßig starke Talgproduktion sorgt dafür, dass die Haare schon nach kurzer Zeit fettig werden und glänzen. Das passiert immer dann, wenn die Kopfhaut nicht in der Lage ist, die produzierte Menge an Talg aufzunehmen und dieses somit an die Haare geleitet wird.

Die Ursachen für die hohe Fettproduktion sind vielfältiger

Viel wichtiger ist somit die Frage, welche Faktoren auslösend für die übermäßig starke Fettproduktion durch die Talgdrüsen in Frage kommen. Analog zum Haarausfall können auch hier die unterschiedlichsten Faktoren eine erhebliche Rolle spielen. Die wohl wichtigsten und am weitesten verbreiteten Faktoren sind unter anderem:

  • Hormone und hormonelle Schwankungen
  • die mechanische Reizung der Kopfhaut
  • Stress
  • die genetische Veranlagung

Hormone und hormonelle Schwankungen

Testosteron ist für die Talgproduktion in erheblichem Maße verantwortlich. So leiden junge Männer in der Pubertät erheblich unter fettigen Haaren. Das weibliche Östradiol hingegen beruhigt die Talgdrüsen und sorgt für eine deutlich geringere Produktion der Fette. Aus diesem Grund ist bei Frauen beispielsweise die Fettneigung der Haare stark vom Zyklus abhängig. Durch die Anti-Baby-Pille kann sich dieses Gleichgewicht jedoch deutlich verschieben, sodass diese durchaus einen erheblichen Einfluss auf fettige Haare haben kann.

Mechanische Reizungen

Als mechanische Reizung der Kopfhaut gilt beispielsweise eine gleichbleibend hohe Temperatur. Wer oft Mützen oder Baseball-Caps trägt, neigt viel stärker zu fettigen Haaren. Auch im Sommer ist schnell festzustellen, dass hier die Stärke des Talgflusses deutlich höher ist, als im Winter. Der übermäßige Talgausstoß wird in der Fachsprache auch aus Sebhorrhoe bezeichnet.

Stress

Stress kann sowohl das hormonelle als auch das vegetative Gleichgewicht durcheinanderbringen. Sehr viele Menschen leiden auch bei starkem und lang anhaltendem Stress unter Sebhorrhoe und müssen sich mit fettigen Haaren herumärgern.

Genetische Veranlagung

Die genetische Veranlagung hängt ebenfalls mit den Hormonen zusammen. Durch eine genetische Disposition kann es viel schneller zu einer stärkeren Talgproduktion kommen, sodass die Haare sehr schnell nachfetten und fettig aussehen.

Erste Hilfe bei fettigen Haaren

Es gibt keine Wunderkur gegen fettige Haare. Hilfreiche Ratschläge, wie beispielsweise die Haare nur noch alle vier oder fünf Tage zu waschen, sind nicht wirklich zielführend. Denn das Nachfetten der Haare kann somit nicht verringert werden. Viel gesünder und besser ist es, die Haare täglich mit einem milden Shampoo zu waschen. Ein mildes Shampoo ohne Parabene und Farbstoffe ist dabei besonders wichtig, da es sowohl die Kopfhaut pflegt als auch die Haare stärkt. Somit können Sie Ihren Haaren und Ihrer Kopfhaut etwas Gutes tun.