Warum taucht der Haarausfall nur am Kopf auf?

Wenn Sie unter Haarausfall am Kopf leiden, haben Sie sich bestimmt auch schon die Frage gestellt, warum dieser Haarausfall nicht auch weitere Teile Ihrer Körperbehaarung betrifft. Vor allem bei Männern ist dies oftmals sehr deutlich zu sehen. Die Haare am Kopf werden immer lichter, während die sekundäre Körperbehaarung von Jahr zu Jahr zunimmt. Dafür gibt es allerdings einige gute Gründe.

Ausgefallenes Kopfhaar in den Händen einer Frau
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Die Haarlänge spielt eine wichtige Rolle

Sie haben sicherlich bereits bemerken können, dass Haare am Körper in der Regel weitaus kürzer sind und nicht so lang wachsen, wie Haare am Kopf. Das liegt an unterschiedlichen Faktoren. Zum einen ist die Körperbehaarung dünner und feiner und somit nicht auf ein langes Haarwachstum ausgerichtet. Zum anderen werden zu lange Haare an den verschiedenen Körperregionen durch Reibung oder Kleidung unmerklich ausgerissen und können somit kaum auffallen. Selbst wenn die Körperbehaarung ohne Rasur oder andere Mittel wild wachsen gelassen wird, überschreiten die Haare am Körper eine gewisse Länger nur sehr selten. Damit geht ein weiterer Faktor einher. Die Körperbehaarung ist somit feiner und benötigt deutlich weniger Nährstoffe, um gesund erhalten zu bleiben. Das bedeutet, dass viele Faktoren für den Haarausfall auf dem Kopf für diese Haare überhaupt nicht zum Tragen kommen. Während das schwere und dicke Haupthaar unter einer Mangelernährung leidet, kann der Mineralstoff- und Nährstoffhaushalt für die feine Körperbehaarung noch mehr als ausreichend sein.

Talgdrüsen sind nur auf der Kopfhaut so stark präsent

Bei androgenetischer Alopezie, also dem erblich bedingten Haarausfall, welcher sowohl Frauen als auch Männer betreffen kann, werden die Haare oftmals nur noch in sehr geringem Maße mit den notwendigen Mikronährstoffen versorgt. Darüber hinaus nimmt die Zahl der Talgdrüsen auf der Kopfhaut zu, da diese den Platz der bisher vorhandenen Haar-Follikeleinnehmen. Somit entsteht ein Haarausfall, welcher sich bei Männern zunächst in den Geheimratsecken oder der Tonsur zeigt, während bei Frauen vor allem die Haarfülle rund um den Scheitel merklich nachlässt. Auch diese Faktoren spielen bei der weiteren Körperbehaarung kaum eine Rolle. Ein gutes Beispiel lässt sich wieder in der Welt der Männer finden. Hier liegen die Gegensätze nämlich sehr häufig enorm eng beieinander. Während der Haarausfall bei den Männern sehr häufig zwischen 30 und 40 Jahren aufgrund der Hormone intensiviert wird, sorgen die gleichen hormonellen Umstellungen zu einer deutlichen Verstärkung des Bartwuchses. Somit fallen auf dem Kopf die Haare aus, während die Barthaare im Gegensatz dazu geradezu vor Kraft strotzen und ein enormes Wachstum an den Tag legen. Die Haare am Körper sind mit denen auf unserem Kopf somit in keinem Fall zu vergleichen.

Haarausfall am Körper wäre für viele Frauen ein Segen

Während Frauen enorm mit dem Haarausfall am Kopf zu kämpfen haben und sich natürlicher Mittel wie Priorin bedienen, um die eigene Haarpracht zu erhalten, werden die Haare am Körper oftmals durch Rasuren, Cremes oder Laser-Behandlungen gezielt bekämpft. Leider ist es noch nicht möglich, die Effekte des Haarausfalls auf den Körper zu richten und dafür die Haare auf dem Kopf zu erhalten. Allerdings bieten einige Haarausfallmittel in Kapselform die Möglichkeit, die Haare mit den dringend benötigten Mikronährstoffen zu versorgen und somit den Haaren eine neue Chance zu geben. Studien haben gezeigt, dass sich besonders die androgenetischer Alopezie (erblich bedingter Haarausfall) durch eine gezielte Behandlung minimieren und in ihren Effekten eingrenzen lässt.