6 wichtige Tipps für eine gute Haarmaske – Pflegen und Reparieren

Schönes und gesundes Haar, wer möchte das nicht? Neben dem regelmäßigen Waschen mit sanften Shampoos, dem Einsatz von geeigneten Kämmen und Bürsten ist es die Haarmaske, die dazu beiträgt. Speziell auf die jeweiligen Bedürfnisse der Haare ausgerichtet wirken gekaufte und selbstgemachte Masken pflegend und reparierend auf die Haare und die Kopfhaut ein.

Haarmaske

 

Die richtige Haarmaske – Haarprobleme erkennen

Unseren Haaren wird täglich viel zugemutet: Stylen und Föhnen, oft auch Färben und Glätten. Straffe Hochsteckfrisuren, Kopfbedeckungen aus Synthetik, Wind und Wetter und trockene Heizungsluft setzen ihnen noch mehr zu. Das milde Shampoo und die stimmige Spülung allein schaffen es nicht immer, Haarproblemen vorzubeugen oder sie gar zu beseitigen. Damit Ihre Haare glänzend und geschmeidig bleiben oder wieder werden, sind Haarkuren und -masken ideal.

Um die richtige Maske zu finden, müssen Sie sich erst Gedanken zu Ihren Haaren und auch der Kopfhaut machen:

  • Ist die Kopfhaut empfindlich?
  • Sind die Haare spröde und brechen leicht?
  • Fliegen die Haare?
  • Sind Haare und Kopfhaut fettig?

Kaufen Sie Ihr Produkt in der Apotheke oder der Drogerie, beraten Sie fachlich versierte Verkäuferinnen. Durch die Verpackungsangaben können Sie jederzeit nachvollziehen, welche Zutaten enthalten sind. Wenn Sie Ihre Haarpflege lieber selber herstellen, sollten Sie sich auf bewährte Zutaten wie hochwertige Pflanzenöle, lecithinhaltige Lebensmittel und mineralienreiche Erde verlassen.

Empfehlenswert – Zutaten für hilfreiche Haarmasken

Kosmetikhersteller setzen bei der Zutatenliste für ihre Haarmasken vor allem auf pflanzliche Öle. Diese werden durch chemische Verbindungen ersetzt, die das Haar glätten und Feuchtigkeit spenden oder binden sollen. Längst überholt sollten allerdings Inhaltsstoffe wie Silikone und Polymere (=Kunststoffe) sein. Bei dauerhaftem Gebrauch belasten diese Zutaten Haare wie Umwelt gleichermaßen.

Dank der Verpackungsangaben und der Artikelbeschreibung sehen Sie zudem sofort, für welche Haare welche Maske geeignet ist. Nicht jede Marke und nicht jede spezielle Haarmaske muss für Ihre Haare passen. Fragen Sie nach Proben, experimentieren Sie, jedoch nicht zu häufig. Nicht zuletzt ändern sich die Bedürfnisse ihrer Haare. So sind sie im Sommer anders als im Winter. Nach Krankheit und bei einer strengen Diät brauchen nicht nur Sie, sondern auch Ihre Haare andere oder mehr Nährstoffe als in gesunden Phasen.

Die abwechselnde Anwendung von unterschiedlichen Masken zahlt sich für viele aus. Nicht immer ist es nur eine Eigenart der Haare, die als störend empfunden wird. Ein fettiger Ansatz und spröde Spitzen oder fliegende und brechende Haare können durchaus gleichzeitig auftreten. Wenn Sie hier auf alle Bedürfnisse gleichermaßen eingehen, tun Sie sich und Ihrem Haar Gutes.

Orientierungshilfe für Do-it-yourself-Haarmasken

Für die selbst gerührte Maske können Sie sich am Vorbild der Kosmetikindustrie, aber auch an der Pflanzenheilkunde und teils Jahrtausende alter Traditionen orientieren. In erster Linie sind es kaltgepresste Pflanzenöle, die sich für die Haarpflege eignen. Beruhigende Pflanzenextrakte von Lavendel und Thymian, Ei und Quark, Rhassoul und andere Tonerde sind weitere bewährte Hausmittel für eine Haarmaske.

6 ultimative Tipps für eine gute Haarmaske: So bleiben die Haare gesund

Regelmäßige Haarkuren tragen viel dazu bei, Haarschäden wie Haarbruch und Spliss, Haarprobleme wie mattes oder fliegendes Haar und Irritationen der Kopfhaut zu vermeiden. Auch bei bereits eingetretenen Beeinträchtigungen der Haare kann eine Maske hilfreich sein, denn für Verbesserungen ist es nie zu spät. Eine qualitativ hochwertige Haarmaske hilft äußerlich, ausgewogene Ernährung und bei Bedarf speziell auf den Haarwuchs ausgelegte Nahrungsergänzung tragen von innen her ihren Teil zum gesunden Haar bei.

Damit die Anwendung der Maske ein voller Erfolg wird, helfen Ihnen diese Tipps:

  1. Analysieren Sie die Schwächen Ihrer Haare
  2. Wählen Sie die entsprechenden Zutaten für Ihre Maske aus
  3. Achten Sie beim Kauf oder der Mischung Ihrer Haarmaske auf Qualität
  4. Tragen Sie die Maske auf sauberem Haar auf
  5. Beachten Sie angegebene Einwirkzeiten
  6. Waschen Sie die Maske gründlich mit klarem Wasser aus

Eine Ausnahme gilt hier allerdings: Wer feines Haar hat, das trotz offensichtlicher Bedürfnisse schnell überpflegt wird, also zusammenfällt oder gar fettig wird, kann die Maske vor dem Waschen mit Shampoo auftragen. Reste von Haarspray und Festiger sollten aber auf jeden Fall gut ausgebürstet werden. Nach der angegebenen Einwirkdauer waschen Sie wie gewohnt die Haare mit mildem Shampoo.

Haarmaske selber machen – einfach und schnell

Das Schöne an selbstgemachten Masken für das Haar ist, dass viele der sinnvollen Zutaten bereits im Haus sind. Das macht zeitlich unabhängig und spart Geld. Einiges, was sonst entsorgt würde, können Sie als Zutat nutzen: das nicht mehr ganz frische Olivenöl oder den Fehlkauf, der dem Geschmack nicht entspricht. Auch Reste von Sonnenblumenöl oder Nussöl sind wertvoll. Für Nussöle gilt jedoch, dass sie nicht nur pflegend sind, sondern auch farblich die Haare verändern können.

Haarmaske für trockene Haare

Trockenen Haaren fehlt es meist sowohl an Feuchtigkeit als auch an Fett. Hier sind Lebensmittel, die Lecithin enthalten, eine echte Hilfe. Lecithin ist vor allem in Nüssen und Saaten enthalten. Vermahlener Leinsamen und Leinöl, Olivenöl und Maiskeimöl sowie Eigelb sind ebenfalls reich an diesem wertvollen Inhaltsstoff. Alternativ werden Sie in der Drogerie oder der Apotheke bei Arganöl und Nachtkerzenöl fündig. Bei der Mischung sind Sie an keine festen Vorgaben gebunden. Wie viel Sie davon als cremige Maske anrühren, hängt von Ihrer Haarpracht ab. Rund fünf Esslöffel reichen meist für eine Anwendung aus. Die Paste sollte fest genug sein, um auf den Haaren zu haften und gleichzeitig geschmeidig, damit sie leicht aufzutragen ist.

Maske für schnell fettendes Haar

Hier sind es vor allem die Kopfhaut, oft aber auch die Haarspitzen, die eine besondere Behandlung benötigen. Milde und beruhigende Öle setzen bei übermäßiger Talgproduktion an. Als besonders hilfreich haben sich Lavendelöl und Thymianöl erwiesen, das in guter Qualität in Apotheken erhältlich ist. Sie verfügen über ausgleichende und leicht antiseptische Eigenschaften. Ergänzt wird die Zutatenliste durch Avocados, die durch ihre Fettsäuren Nahrung für die Haarspitzen bietet. Sie darf gerne überreif sein, je weicher, desto besser lässt sie sich verarbeiten. Naturjoghurt oder Quarkreste können Sie ebenfalls in Masken für schnell fettendes Haar einrühren. Rhassoulerde oder weiße Tonerde, in der Haarpflege seit dem Altertum beliebt, eignen sich ebenfalls als Zutat für ausgleichende Masken.

Haarmaske für brüchige Haare

Oft helfen auch die besten Bürsten und Kämme und alle anderen Vorsichtsmaßnahmen nicht weiter: Die Haare brechen, mitunter schon wenige Zentimeter nach dem Ansatz. Bei Haarbruch muss deshalb die Maske sowohl die Wurzeln nähren als auch das Haar in der ganzen Länge schützen und pflegen. Neben Ei, Avocado und Pflanzenölen aus der Küche sind Klettenwurzelöl und Nachtkerzenöl empfehlenswerte Zutaten. Beide wirken bereits auf Kopfhaut und Haarwurzel ein, sodass hier das Problem von Grund auf angegangen wird. Ein erstes Auftragen direkt auf der Kopfhaut, verbunden mit einer leichten Massage, verstärkt die Wirkung. Nach einer kurzen Einwirkzeit wird die Maske auf die Haarlängen verteilt, wo sie weiter einwirken kann.

FAQ

Was bringt eine Haarmaske?

Haarmasken sind ideal, um Ihren Haaren eine zusätzliche Pflege zu gönnen. Sie eignen sich zur Vermeidung von Haarschäden ebenso wie zur Regeneration und zur Reparatur von kleineren Haarschäden.

Wie wird eine Haarmaske angewendet?

Haarmasken werden in der Regel auf sauberem Haar angewendet. Dazu muss das Haar nicht unbedingt frisch gewaschen sein. Reste von klebenden Produkten wie Haarspray, Gel oder Festiger sollten jedoch gründlich durch Bürsten entfernt werden, damit die Maske gleichmäßig einwirken kann.

Wie lange sollt eine Haarmaske auf den Haaren bleiben?

Bei gekauften Masken richten Sie sich nach den Herstellerangaben. Für selber gemischte Haarmasken reicht eine Einwirkzeit von fünfzehn bis dreißig Minuten aus. Mitunter wird empfohlen, die Maske – gerade bei Klettenwurzelöl – auch über Nacht einwirken zu lassen.